Herforder Theatersaison beginnt am Donnerstag
Warten auf den großen Schub

Herford (WB). Es geht wieder los – und offenbar hat es noch nicht jeder Herforder mitbekommen. Anders ist es nicht zu erklären, dass das Wöhler-Konzert am 23. September im Stadttheater noch nicht ausverkauft ist. Doch wie dem auch sei: Vom Saisonstart am Donnerstag erhoffen sich die Verantwortlichen einen Aufmerksamkeits-Schub.

Mittwoch, 16.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 09:16 Uhr
Eine Szene aus „Moving Shadows“ – am 17. September im Herforder Theater. Foto: Manfred Linke
Eine Szene aus „Moving Shadows“ – am 17. September im Herforder Theater. Foto: Manfred Linke

Platz für 300 Besucher

Corona und Brandschutz: Eine geraume Zeit war unklar, ob, wann und wie das Theater geöffnet werden kann. In puncto Brandschutz ist unter anderem eine feuerfeste Abtrennung zwischen Garderobe und Foyer notwendig. Um den Bereich offenzuhalten, bleibt die Garderobe vorerst frei.

Auch die Gastronomie findet nicht statt. „Wir bitten die Leute, ihre Mäntel im Auto zu lassen oder sie mit in den Saal zu nehmen“, sagt Gerlinde Behrendt (Stadttheater). Wann die feuerfeste Scheibe installiert wird, steht noch nicht fest. „Wir führen gerade mit Herstellern Gespräche“, erläutert Andreas Kornacki, Geschäftsführer der Kultur gGmbH.

300 Personen finden unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen im Theater Platz. Außerhalb des Saals müssen sie Masken tragen, während der Aufführung nicht. Um den Begegnungsverkehr gering zu halten, spricht Behrendt mit den Bühnen, ob Aufführungen ohne Pause möglich sind. So werden die „Moving Shadows“ (17. September, 20 Uhr) und die Gustav-Peter-Wöhler-Band (23. September, 20 Uhr) ohne Unterbrechung über die Bühne gehen.

Förderprogramm für Gastspielhäuser

Mariana Klose von der Theaterkasse weiß, was sie an den treuen Abo-Kunden hat. Vergleichsweise gering fällt bisher der Wahl-Abo-Verkauf aus, der normalerweise besonders begehrt ist. Es habe wohl mit der Unsicherheit wegen Corona und Brandschutz zu tun, vermutet Imogen Wagner vom Stadttheater. Doch die Spielzeithefte liegen mittlerweise aus – und etwas in den Händen halten zu können, das ist laut Kornacki immer noch das beste Argument für Verlässlichkeit.

Für Behrendt zeigt sich jetzt auch eine Art kultureller Solidarität. Die Tourneebühnen seien dankbar, dass sie spielen dürften, sagt sie. Denn Absagen und Terminverschiebungen seien gerade der Normalfall. Um das Überleben der Bühnen zu sichern, werde trotz geringerer Platzzahl die Festgage gezahlt. Dafür erwarten die Herforder Finanzmittel aus einem neuen Förderprogramm des Bundes für Gastspielhäuser.

Bereits ausverkauft

Bereits vier Veranstaltungen sind ausverkauft – und zwar unter den geltenden Bedingungen. Bei allen Aufführungen handelt es sich um Angebote aus dem S3-Abo „Komödie und Krimi“: Vincent will Meer (7. November), Der Sittich (12. Dezember), Noch’n Gedicht (31. Januar), Alles was sie wollen (21. Februar).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7586160?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Die neuen Corona-Regeln in NRW
Gesundheitsminister Laumann hat am Mittwoch die neue Corona-Schutzverordnung vorgestellt. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker