Schulen und Schüler stehen mal wieder vor besonderen Herausforderungen
Lüften, lüften, lüften!

Herford (WB). Komplette Schließungen, weniger Unterricht und Homeoffice – Corona hat Schulen, Schülern und Eltern seit März schon einiges abverlangt. Nach dem Ende der Herbstferien stehen sie in Zeiten rasant steigender Infektionszahlen vor der nächsten großen Herausforderung. Ob das wohl gut geht, fragen sich die meisten, nachdem es im Kreis Herford schon vor den Ferien bestätigte Fälle bei Lehrern und Schülern verbunden mit Quarantänemaßnahmen für ganze Jahrgänge gegeben hatte.

Freitag, 23.10.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 16:26 Uhr
Lüften, lüften, lüften: Die Schüler des Ravensberger Gymnasiums sollen warme Kleidung mitbringen. Foto: Moritz Winde
Lüften, lüften, lüften: Die Schüler des Ravensberger Gymnasiums sollen warme Kleidung mitbringen. Foto: Moritz Winde

Neben der vom Land wieder eingeführten Maskenpflicht im Unterricht an allen weiterführenden Schulen gilt vor allem: lüften, lüften, lüften. Das sollte laut Stadtsprecherin Susanne Körner in allen 18 Schulen kein Problem werden: „Lüften ist oberste Order. Wir haben mit allen Schulleitungen gesprochen, überall kann entsprechend gelüftet werden. Wir warten dann die Rückmeldungen aus der Praxis ab.“ Vorgegeben ist, dass im Unterricht alle 20 Minuten für drei bis fünf Minuten gelüftet werden muss. Die Regeln gelten bis zum 22. Dezember.

„Maskenpflicht ist richtig“

An vielen Herforder Schulen saßen die Verantwortlichen zusammen, um die Umsetzung der Richtlinien zu koordinieren. Etwa am Ravensberger-Gymnasium, das am Donnerstag mit einem Elternbrief umfassend informiert hat. „Ich halte die Maskenpflicht im Unterricht für richtig. Die rasant ansteigenden Infektionszahlen haben diese Entscheidung erwartbar gemacht“, teilt Rita Klötzer mit. Die Schulleiterin weist darauf hin, dass Plastikvisire kein adäquater Ersatz für Masken seien.

Wegen der Lüftungsbestimmungen – in den Pausen sollen die Fenster dauerhaft geöffnet werden – appelliert Klötzer an die Schüler, warme Kleidung mitzubringen, die (auch im Sportunterricht in der Halle) schnell übergezogen oder wieder abgelegt werden könne. Welches skurrile Szenario allen Beteiligten bevorsteht, verdeutlich die Schulleiterin so: „Am sinnvollsten ist Zwiebellook, Schal und Mütze.“

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