HEV verkauft Namensrechte für zwei Jahre an die Imos AG
Eishalle wird umbenannt

Herford (WB). Das hat es in Herford noch nicht gegeben: Die Namensrechte der Eishalle werden verkauft. In Zukunft wird die Sportstätte Imos-Eishalle im Kleinen Felde heißen.

Mittwoch, 28.10.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 06:01 Uhr
Die Eishalle „Im Kleinen Felde“ heißt nun Imos-Eishalle im Kleinen Felde. Der HEV hat die Namensrechte an das heimische Unternehmen für zunächst zwei Jahre verkauft. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht. Foto: Moritz Winde
Die Eishalle „Im Kleinen Felde“ heißt nun Imos-Eishalle im Kleinen Felde. Der HEV hat die Namensrechte an das heimische Unternehmen für zunächst zwei Jahre verkauft. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht. Foto: Moritz Winde

Das bestätigte der zweite Vorsitzende des Herforder Eishockey-Vereins (HEV) Tobias Schumacher. „Die Verträge sind am Dienstag unterschrieben worden.“ Ziel des Deals sei es, die Vermarktung des Vereins weiter voran zu treiben. Weil wegen des rasant steigenden Corona-Infektionsgeschehens keine Zuschauer zugelassen sind, klafft eine große finanzielle Lücke. Die ersten beiden Heimspiele mussten die Ice Dragons vor leeren Rängen austragen.

Da kam den HEV-Verantwortlichen das Interesse der Imos AG gerade zur rechten Zeit. Das 1993 von Prof. Dr. Frank Prekwinkel gegründete Unternehmen hat sich auf Software für den Möbel- und Innenausbau spezialisiert und damit den Weltmarkt erobert. 2018 feierte die Firma 25-jähriges Bestehen. Jetzt also hofft die Kreativ-Schmiede mit Sitz an der Planckstraße durch ihr Engagement im Sport noch bekannter zu werden – insbesondere für auswärtige Arbeitnehmer.

Vertrag gilt für zwei Jahre

Die Vereinbarung sei zunächst für zwei Jahre mit Option auf ein weiteres Jahr vorgesehen, sagt Tobias Schumacher, der den Verkauf der Namensrechte als einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung bezeichnet. Über die Summe sei Stillschweigen vereinbart worden. „Mit der Beibehaltung ‚Im Kleinen Felde‘ beide Partner die Tradition bewahren.“

Imos gehöre neben dem Bekleidungshersteller Brax, der Herforder Brauerei und der Sparkasse Herford zu den vier größten Geldgebern. Insgesamt gebe es mehr als 70 Sponsoren, die den Verein unterstützen. Nach HEV-Angaben macht das Sponsoring 60 Prozent des Gesamthaushalts aus.

Neben Werbung auf Bannern, und Banden, im Internet und auf Kleidung wird nun also der Arena-Name zu Geld gemacht. Bei großen Clubs – nicht nur im Eishockey – ist dies bereits gängige Praxis.

Auch das Prozedere der Vermarktung ist nun neu. Lag sie bislang in den Händen der Pro Herford, kümmert sich nun der HEV darum. Der Vorteil: „Wir können mit den Interessenten direkt verhandeln“, sagt Schumacher. Wer wofür wirbt – das letzte Wort haben die Stadtwerke als Betreiber der Eishalle.

Der Imos-Firmensitz an der Planckstraße in Herford: Hier wird Software für den Möbel- und Innenausbau entwickelt.

Der Imos-Firmensitz an der Planckstraße in Herford: Hier wird Software für den Möbel- und Innenausbau entwickelt. Foto: Moritz Winde

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