Das erste von drei Kasernengebäuden ist fast vollständig umgebaut – Stadt Herford investiert 40 Millionen Euro
Studenten ziehen am 4. Januar ein

Herford WB -

Der Fußboden auf den Fluren wird noch verlegt, die Badezimmer sind fertig, im Treppenhaus wird noch gewerkelt. Am 4. Januar können die ersten 120 Studenten der Hochschule für Finanzen (HSF) in eines der drei Kasernengebäude ziehen, die die Stadtentwicklungsgesellschaft Herford (SEH) derzeit umbaut.

Freitag, 20.11.2020, 06:00 Uhr
SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut vor dem Gebäude 4 auf dem Hammersmith-Gelände. In dieses Haus sollen ab dem 4. Januar 120 Studenten der Hochschule für Finanzen einziehen.
SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut vor dem Gebäude 4 auf dem Hammersmith-Gelände. In dieses Haus sollen ab dem 4. Januar 120 Studenten der Hochschule für Finanzen einziehen. Foto: Ralf Meistes

40 Millionen Euro investiert die Stadt über die SEH in den Standort auf dem Hammersmith-Gelände an der Vlothoer Straße/Schumannstraße. Ein Deutsch-Luxemburgischer Fonds hat der Stadt die „Drei Geschwister“, so heißen die Studentenhäuser, bereits für 48,5 Millionen Euro abgekauft. Und dieser Fonds, so lässt SEH-Geschäftsführer Norbert Landshut durchblicken, ist bereit, weitere Investitionen auf dem Stiftberg zu tätigen. Was das genau sein wird, will Landshut derzeit noch nicht verraten.

Fakt ist, dass der gesamte Bereich der Hammersmith-Kaserne zwischen Vlothoer Straße, Schumannstraße, Stiftskamp und Verdistraße noch einmal überplant werden soll. Eine Überarbeitung des städtebaulichen Entwurfs wurde vom Büro Astoc Architects and Planners Köln vorgenommen und soll in der Bauausschusssitzung am 26. November vorgestellt werden.

Ändern soll sich beispielsweise die Verkehrsführung. Heute wird das Gelände im Wesentlichen von der Vlothoer Straße aus angesteuert. Künftig soll es Stichstraßen von der Schumannstraße und der Verdistraße geben.

Die ursprüngliche Idee, im Eingangsbereich zur Kaserne noch einen Supermarkt anzusiedeln, scheint derzeit nicht mehr aktuell zu sein. Bis zum Sommer will die SEH das Kasernengebäude 1 abreißen.

Ein anderes Kasernengebäude auf dem Hammersmith-Areal hat die SEH bereits abreißen lassen. „Die neuen Pläne sehen vor, dass ein Großteil der Häuser dort abgerissen werden soll“, sagt Beigeordneter Peter Böhm. Wie aufwendig es ist, die alten Häuser umzubauen, sei bei den „Drei Geschwistern“ deutlich geworden.

Anders als auf dem gegenüberliegenden Wentworth-Areal, sind die Häuser entlang der Schumannstraße und dem Stiftskamp nicht denkmalgeschützt.

Ein weiteres Studentenhaus soll bis Ende Januar fertig gestellt sein, das dritte Gebäude dann bis Ende März. Dann können 360 Personen dort untergebracht werden. Außerdem kommen von Februar bis August 80 weitere Studenten für Fortbildungen nach Herford. „Ich ich gehe davon aus, dass die Hochschule weiteren Platzbedarf hat“, sagt Norbert Landshut. Platz gibt es ja noch.

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