Herforder Tafel entscheidet in dieser Woche, ob Ausgabestellen wieder öffnen
Lieferdienst bietet noch Touren

Herford -

Falls Senioren oder mobil stark eingeschränkte Menschen derzeit nicht selber einkaufen können, vermag ihnen die Herforder Tafel zu helfen. Der mobile Dienst der Tafel kann noch einige, wenige Haushalte in den Tourenplan aufnehmen.

Dienstag, 24.11.2020, 05:00 Uhr
Jörg Depenbrock, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Herforder Tafel, belädt das neue Kühlfahrzeug mit gepackten Kisten für den Seniorenbringdienst.
Jörg Depenbrock, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Herforder Tafel, belädt das neue Kühlfahrzeug mit gepackten Kisten für den Seniorenbringdienst. Foto: Herforder Tafel

Die Ausgabestellen der Tafel in Herford, Hiddenhausen, Enger, Spenge und Kirchlengern sind coronabedingt geschlossen. Außerhalb von Pandemien versorgt die Tafel 650 Familien und 170 Single-Haushalte mit Lebensmitteln, die ihr von Märkten in der Region gespendet werden. Alles in allem sind das 2500 Personen. In dem seit Anfang November stark eingeschränkten Dienst bringen zwei ehrenamtliche Helfer an vier Tagen in der Woche Lebensmittel zu 15 Haushalten. Hinzu kommen 30 Haushalte, die von der Herforder Pro Aktiv beliefert werden. Schließlich versorgt die Tafel noch das Herforder Frauenhaus mit Mahlzeiten. Tafel-Vorsitzende Barbara Beckmann: „Die Einrichtung dort ist ausgebucht.“

Der neuen Auslieferungswagen – ein Renault Kangoo mit Kühlmöglichkeit – ist vom Zuschuss angeschafft worden, den die Tafel vom Kreis Herford erhalten hat. Der ließ der Tafel im Frühjahr 50.000 Euro zukommen, damit die Arbeit aufrecht erhalten bleiben kann. Von einem weiteren Teil des Geldes sollte ein Bürocontainer am Benter Weg 21, dem Herforder Sitz der Tafel, eingerichtet werden. Allerdings liegt noch immer keine Baugenehmigung der Stadt vor. Beckmann: „Wir brauchen den Büroraum, um in der Halle Platz zu schaffen. Dort sollen von Dezember an Päckchen geschnürt werden.“

Ob die Ausgabestellen im Dezember wieder öffnen, werde vor allem von den Vorgaben des Landes und des Kreisgesundheitsamtes abhängen, aber nicht nur. Beckmann: „In unseren Ausgabestellen arbeiten viele ältere Mitglieder, die zur Risikogruppe zählen. Wir werden es ihnen selbst überlassen, ob sie das Risiko eingehen wollen.“ In welcher Form im Dezember weiter gearbeitet werden kann, darüber werde der Vereinsvorstand am kommenden Mittwoch beraten. Beckmann: „Nach den aktuellen Infektionszahlen sieht es nicht so aus, dass wir wieder in einen Normalbetrieb übergehen können.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7690984?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Olaf Scholz rechnet mit zweiwöchiger Lockdown-Verlängerung
Vizekanzler Olaf Scholz rechnet mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen am Dienstag.
Nachrichten-Ticker