Etwa 50 Teilnehmer demonstrieren in Herford für eine Fahrradstraße
Für mehr Sicherheit, Ruhe und bessere Luft

Herford (WB) -

An Aufmerksamkeit fehlt es den etwa 50 Teilnehmern am Mittwochnachmittag nicht, als sie unterwegs auf zwei Rädern für eine Fahrradstraße beim Umbau der Vlothoer Straße demonstrieren. Im Feierabendverkehr werden sie vor allem von vielen Autofahrern wahrgenommen. Zum Beispiel an der Marienkirche, weil die Polizei die benachbarte Kreuzung an der Stiftbergstraße kurzzeitig gesperrt hat.

Mittwoch, 25.11.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 10:26 Uhr
Im Feierabendverkehr auf der Stiftbergstraße erhalten die Fahrraddemonstranten gegen 16.15 Uhr die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer.
Im Feierabendverkehr auf der Stiftbergstraße erhalten die Fahrraddemonstranten gegen 16.15 Uhr die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer. Foto: Lars Krückemeyer

Das Bürgerbündnis „Vlothoer Straße – Fahrradstraße jetzt“, so der Name der Herforder Initiative, hat einen Tag vor der Sitzung Druck auf den Bau- und Umweltausschuss ausgeübt. Denn wie berichtet beraten dessen Mitglieder am Donnerstag über eine Vorlage der Verwaltung , nach der für die Vlothoer Straße die Errichtung eines Fuß- und Radwegs beschlossen werden soll. Und das, obwohl der Rat zumindest probeweise eine Fahrradstraße beschlossen hatte. Davon gibt es in Herford bisher zwei: am Weddigenufer und in der Augustastraße.

Dagegen wehrt sich das Bündnis aus den Ortsgruppen des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, Fridays und Parents for Future. „Ruhe, mehr Sicherheit, bessere Luft zum Atmen und noch viel mehr...“, steht auf dem Plakat, das Elke Soth zur Demo mitgebracht hat. Zudem müssen für die Fahrradstraße keine Bäume weichen. Geht es nach Bündnissprecher Harald Korten (Die Linke) müsste auch die Stiftbergstraße zur Fahrradstraße werden. „Da gibt‘s ja noch mehr Verkehr als auf der Vlothoer Straße!“

Für ihn sind die Vorzüge einer Fahrradstraße klar: „Nur so können die Sicherheitsabstände eingehalten werden.“ Zudem sei ihm der Radverkehr zum anliegenden Königin-Mathilde-Gymnasium, zur Grundschule Stiftberg und zur Kindertagesstätte Stiftberger Rasselbande ein wichtiges Anliegen im Zusammenhang mit der geplanten Fahrradstraße. Korten: „Ich kenne Eltern, die ihre Kinder wegen der Verkehrssituation nicht auf diese Schulen schicken. Eine Fahrradstraße würde außerdem dafür sorgen, dass nicht mehr so viele Elterntaxis alles zuparken.“

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