Opa klagt, weil sein Enkel sich die Hand klemmte
Streit um Schublade

Herford (HK/bex) -

Weil sein Enkel sich in einer Schublade eines namhaften Küchenherstellers aus dem Kreis Herford die Hand geklemmt hat, verklagt ein Mann aus Stuttgart das Land NRW.

Donnerstag, 26.11.2020, 19:03 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 19:10 Uhr
2018 hatte sich der Enkel des Klägers bei einem Besuch in dessen Küche die Hand in einer elektrisch angetriebenen Besteck-Schublade einer Firma aus dem Kreis Herford geklemmt.
2018 hatte sich der Enkel des Klägers bei einem Besuch in dessen Küche die Hand in einer elektrisch angetriebenen Besteck-Schublade einer Firma aus dem Kreis Herford geklemmt. Foto: Caroline Seidel

Das Verwaltungsgericht Minden wird über den kuriosen Fall am Donnerstag, 10. Dezember, verhandeln. Der Kläger begehrt vom Land, in diesem Fall von der Bezirksregierung Detmold, ein sogenanntes „marktaufsichtsrechtliches Einschreiten“ gegen den ebenfalls beigeladenen Küchenhersteller. „Der Kläger möchte, dass künftig die Sicherheit an der besagten Schubladenkonstruktion erhöht wird“, erläutert eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Minden. Unter anderem können dies durch entsprechende Hinweise geschehen.

Was war passiert? Ende Juli 2018 hatte sich der Enkel des Klägers bei einem Besuch in dessen Küche die Hand in einer elektrisch angetriebenen Besteck-Schublade geklemmt. Wie gravierend der Vorfall war, kann das Gericht nicht sagen, auch nicht, ob möglicherweise um Schmerzensgeld gestritten wurde. Zur Verhandlung sind Vertreter der Herstellerfirma des elektrischen Küchenschubladensystems geladen, aber auch Bevollmächtigte der österreichischen Vertriebsfirma.

So kurios die Klage, so gering scheinen die Erfolgsaussichten: Die Bezirksregierung Detmold als beklagte Aufsichtsbehörde hat nach Angaben des Verwaltungsgerichtes bereits im Vorfeld erklärt, dass an dem Schubladensystem „sicherheitstechnische Mängel nicht vorhanden“ seien.

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