Corona stellt auch die Herforder Feuerwehr vor große Herausforderungen – Bisher etwa 850 Einsätze
Zusammenhalt in schwierigen Zeiten

Herford -

Bei der Feuerwehr ist die Vorfreude groß: Passend zum Nikolaustag wird das neue Drehleiterfahrzeug vom Hersteller Magirus aus Ulm nach Herford überführt. 700.000 Euro kostet das „Flaggschiff“ für die Wache an der Werrestraße. „Das erlebt ein Feuerwehrmann vielleicht alle 20 Jahre“, sagte Wehrleiter Karsten Buschmann beim Jahresgespräch. 2021 soll außerdem ein neues Fahrzeug für Gefahrenguteinsätze geliefert werden.

Freitag, 04.12.2020, 05:15 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 05:20 Uhr
Corona stellt auch die Herforder Feuerwehr vor große Herausforderungen – Bisher etwa 850 Einsätze: Zusammenhalt in schwierigen Zeiten

2020 sei gemessen an der Zahl der Einsätze ein „unspektakuläres“ Jahr gewesen. Bis Ende November rückten die Retter etwa 850 Mal aus, im gesamten Jahr 2019 waren es etwa 1000 Alarmierungen. Besonders in Erinnerung ist der Einsatz beim Großbrand der Firma SL Packeging an der Bünder Straße im Juli. Damals waren alle Feuerwehrkräfte im Einsatz, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

2020 sei gemessen an der Zahl der Einsätze ein „unspektakuläres“ Jahr gewesen. Bis Ende November rückten die Retter etwa 850 Mal aus, im gesamten Jahr 2019 waren es etwa 1000 Alarmierungen. Besonders in Erinnerung ist der Einsatz beim Großbrand der Firma SL Packeging an der Bünder Straße im Juli. Damals waren alle Feuerwehrkräfte im Einsatz, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Anstrengendes Masken-Tragen

Corona hat natürlich auch Auswirkungen auf die Arbeit der Wehr: Anstrengendes Masken-Tragen in Fahrzeugen und bei Einsätzen, Aussetzen von Dienst- und Ausbildungsabenden, Reduzierung auf kleine Lerngruppen mit maximal neun Kameraden sowie ein Betretungsverbot der Wache, um nur einige zu nennen. „Die Ausbildungsgemeinschaft Herford, Vlotho und Hiddenhausen konnte bis März und zwischen den Lockdowns ausbilden. Das Programm im Kreis wurde aber stark reduziert“, berichtete der stellvertretende Leiter und Ausbildungsverantwortliche Axel Freitag.

Mit drei Infizierten aus den eigenen Reihen war auch die Feuerwehr betroffen, doch glücklicherweise blieb dies ohne Folgen für die Kameraden. Regelmäßige Tests gibt es bei der Feuerwehr allerdings nicht. „Das geschieht nur auf Anweisung des Gesundheitsamts und bei Symptomen“, erklärte der stellvertretende Leiter Michael Stiegelmeier.

Verbale und körperliche Attacken

Was die Feuerwehrleute nicht minder hart trifft: Kameradschaftspflege ist nicht möglich. „Aber Corona kann der Kameradschaft nichts anhaben. Wir sind immer in voller Stärke da, auch bei Dienstabenden im Internet“, sagt Stiegelmeier. Und der befürchtete Mitgliederschwund blieb auch aus..

Von verbalen und körperlichen Attacken sind auch die Herforder Feuerwehrleute nicht verschont geblieben. Die Führung spricht von etwa zehn Fällen, vor allem Pöbeleien und Gaffen. „Die Hemmschwelle der Leute ist deutlich gesunken. Früher war es nur Gehabe, heute ist es bitterer Ernst. Es wird sofort das Handy gezückt“, sagt Karsten Buschmann. Er betont aber auch, dass dies Ausnahmen seien: „Wir spüren, dass die Bevölkerung hinter uns steht.“

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