Schützenhof-Ankauf: Gesellschaft will zunächst Expertenmeinung einholen
Angebot auf dem Prüfstand

Herford (WB/bex) -

Vor Weihnachten hatte die Stadt der Schützengesellschaft zu Herford von 1832 mitgeteilt, dass sie den Schützenhof kaufen könne. Der Verein hat sich jetzt zum Angebot der Stadt geäußert.

Montag, 01.02.2021, 18:39 Uhr
Die Schützengesellschaft ist an der Stadtgarten und Schützenhof GmbH derzeit mit 27,5 Prozent beteiligt.
Die Schützengesellschaft ist an der Stadtgarten und Schützenhof GmbH derzeit mit 27,5 Prozent beteiligt. Foto: Winde

Vor einer Entscheidung soll zunächst die Meinung eines Experten eingeholt werden, wie die Offerte der Stadt einzuschätzen sei. Um eine solche Expertise finanzieren zu können, will die Schützengesellschaft Fördergelder einwerben.

Der Vorstandsrat (erweiterter Vorstand) habe den geschäftsführenden Vor­stand der Schützengesellschaft beauftragt, „öffentliche Fördermittel zur Prüfung des Angebotes der HVV und des zugrundeliegenden Gutachtens zu beantragen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schützen. Über Einzelheiten des Kaufangebots haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

An dem Gebäude besteht allerdings erheblicher Sanierungsbedarf. Die Stadt bezifferte ihn zuletzt auf 13,6 Millionen Euro . Sie hält ihr Angebot für fair und seriös. „Wie man das in solchen Fällen macht, haben wir von einem unabhängigen Dritten ein Verkehrswertgutachten eingeholt. Der Preis steht“, sagt Bürgermeister Tim Kähler. Selbstverständlich sei es der Schützengesellschaft unbenommen, ein eigenes Wertgutachten in Auftrag zu geben.

Dem Verein ist es zudem ein Anliegen, „den Schützenhof als Veranstaltungsstätte für alle Bürger erhalten zu wissen“. Deshalb wünschen sich die Schützen „eine konzeptionelle Planung für den Betrieb des Schützenhofes im Gesamtkontext aller Herforder Veranstaltungsstätten durch die Stadt“. Gerne wolle man die Stadt bei der Umsetzung unterstützen.

Für Kähler keine Option: „Die Schützen können den Schützenhof kaufen und dort ihre Vorstellungen umsetzen.“ SPD und CDU im Rat strebten einen Ersatzbau für NWD und Theater an. „Bis Ende des Jahres brauchen wir eine Entscheidung.“ Sollte die Gesellschaft den Schützenhof nicht kaufen, würde er abgerissen und durch Wohnbebauung ersetzt werden.

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