Die 56 Kindertagesstätten der evangelischen Kirche haben mit Manuela Vicky Sieker eine neue Referatsleiterin
Ein Herz für die Kinder im Kirchenkreis

Herford (WB) -

Die 56 Kindertagesstätten im Kirchenkreis Herford haben die gesamte zweite Corona-Welle über geöffnet. Seit Oktober werden sie bei der Organisation des personellen, hygienischen und koordinativen Mehraufwandes von einer neuen Referatsleiterin im Kreiskirchenamt unterstützt.

Montag, 22.02.2021, 17:00 Uhr
Die 56 Kitas im Kirchenkreis sind Superintendent Dr. Olaf Reinmuth und Referatsleiterin Manuela Vicky Sieker eine Herzensangelegenheit.
Die 56 Kitas im Kirchenkreis sind Superintendent Dr. Olaf Reinmuth und Referatsleiterin Manuela Vicky Sieker eine Herzensangelegenheit. Foto: Stephan Rechlin

Eine der wichtigsten Aufgaben von Manuela Vicky Sieker (47) bestand in den vergangenen Wochen in intensiver Kontaktpflege zwischen dem Gesundheitsamt und den Kitas in den einzelnen Kommunen. Nicht zuletzt, um die Sicherheit der 900 Mitarbeiter zu gewährleisten. Sieker: „Die vom Land bereit gestellten Schutzmasken sind in unseren Kitas angekommen. Die einzelnen Gruppen werden nicht miteinander vermischt, auch wenn nur zwei oder drei Kinder erscheinen sollten.“

Sobald eine etwas entspanntere Normalität herbeigeimpft ist, würde sich Sieker gerne um weitere Schwerpunkte kümmern. „Qualitätsmanagement“ lautet der ökonomisch klingende Begriff, den die Diplom-Psychologin und gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau gerne in den Kindergärten der evangelischen Kirche umsetzen möchte – egal, ob sie zu den 44 Kitas zählen, die vom Kirchenkreis direkt getragen werden, oder zu den zwölf Kitas unter dem Dach einzelner Kirchengemeinden.

Der Kirchenkreis Herford möchte eine hohe, später einmal zertifizierte Qualität in allen Einrichtungen durchsetzen ohne dabei alle über einen Kamm zu scheren. Die Kitas zusammenfassbarer Kommunen sollen darum künftig eine regional zuständige Fachberaterin bekommen, die sich mit den Verhältnissen vor Ort auskennt. Ja, es sind Fachberaterinnen, denn im gesamten Kita-Referat des Kirchenkreises gibt es nur einen Mann.

In der inhaltlichen Schwerpunktsetzung möchte der Kirchenkreis weniger aktuellen Moden hinterherlaufen als auf gesellschaftliche Anforderungen reagieren. Das sind für Superintendent Dr. Olaf Reinmuth vor allem die Förderung des deutschen Spracherwerbs, die von Eltern geforderten, flexiblen Öffnungszeiten und die Digitalisierung. Reinmuth: „Das zum August 2020 geänderte Kinderbildungsgesetz eröffnet uns neue Gestaltungsräume. Die wollen wir gezielt nutzen.“

Aus ihrer Vorstandstätigkeit in einer Detmolder Kita weiß Manuela Vicky Sieker, dass nicht alle Ideen und Impulse aus anderen Kirchenkreisen zu 100 Prozent den hiesigen Kitas übergestülpt werden können: „Das ist ein Prozess, der sich in vielen Konferenzen und Gesprächen erst einspielen muss.“ Flexiblere Öffnungszeiten etwa würden schon seit längerem in einer Arbeitsgruppe beraten, die auch dienstrechtliche und arbeitszeitliche Aspekte mit einbeziehe.

In der Sprachförderung liege ein besonderer Fokus auf den Bedürfnissen von Migrantenfamilien, außerdem werde der Einbau logopädischer Hilfe in den Kita-Alltag geplant. Die Digitalisierung schließlich sei mit einem ausgereiften, dem jeweiligen Alter der Kinder entsprechenden, pädagogischen Konzept zu versehen. Schließlich sei in den einzelnen Kommunen zu prüfen, wo vielleicht noch neue Kitas zu bauen sind.

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