An den Grundschulen hat der Präsenzunterricht wieder begonnen
Start mit Maske und Sonnenschein

Herford (WB) -

Wenn es einen perfekten Termin für einen Wiederbeginn des Präsenzunterrichtes gab, dann war es der Montag. Das Wetter war gut – und entsprechend die Stimmung der Schüler. „Alle haben sich gefreut“, ergab eine Umfrage bei Herforder Schulleiterinnen.

Montag, 22.02.2021, 17:54 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 09:40 Uhr
Das erste gemeinsame Frühstück nach sieben Wochen Lockdown an der Grundschule Radewig: Die Schüler der Klasse 1b genießen es gemeinsam mit Schulleiterin Theresa Nolte (rechts) und Konrektorin Annette Springhorn.
Das erste gemeinsame Frühstück nach sieben Wochen Lockdown an der Grundschule Radewig: Die Schüler der Klasse 1b genießen es gemeinsam mit Schulleiterin Theresa Nolte (rechts) und Konrektorin Annette Springhorn. Foto: Stefan Wolff

Für die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen und alle Grundschulen ging es wieder los. Die Eickumer Grundschule sei zur Feier des Tages mit 50 Frühblühern dekoriert worden, sagt Leiterin Katja Urban.

Wie bei den anderen Schulen auch sind die Klassen halbiert worden. Es gibt tageweise abwechselnd Distanz- und Präsenzunterricht. „Wir haben dafür gesorgt, dass Geschwisterkinder in den gleichen Gruppen sind“, betont Urban.

Als mögliche Ansteckungs-Hotspots wurden stets die Schulbusse genannt. Derzeit sei dies mit Sicherheit kein Problem, sagt Heidi Pahmeyer (Schulverwaltung). So führen die BVO-Busse ganz normal – und das bei etwa 250 Grundschülern, die für den Busverkehr gemeldet seien. Hinzu kommen die Schüler der Abschlussklassen.

Doch nicht nur die Kinder freuen sich. Auch die Eltern seien froh, dass es wieder losgehe, weiß Annette Sliwinski, Leiterin der Obe­ringschule. Die Elternfreude macht sich allerdings auch darin bemerkbar, dass noch mehr Kinder für die Betreuungsgruppe angemeldet worden sind. Von 340 Schülern der Oberingschule gingen in der vergangenen Woche etwa 70 in die Notbetreuung. Bei einer Halbierung der Klassen müsste sich auch die Zahl der Betreuungskinder halbieren – doch Fehlanzeige: „Weitere Eltern haben ihre Kinder angemeldet.“ Die Schule sei gut ausgelastet.

Lehrerin Antje Drescher unterrichtet an der Grundschule Mindener Straße die Schüler der Raben-Klasse.

Lehrerin Antje Drescher unterrichtet an der Grundschule Mindener Straße die Schüler der Raben-Klasse. Foto: Stefan Wolff

Erst am Freitag hatten die Schulen erfahren, dass auch im Unterricht eine Maske getragen werden muss. Auch hier spielte das Wetter dem Neustart in die Karten. So konnten die Schüler für „Atempausen“ nach draußen gehen. Von Eltern, die sich wegen Corona weigern, ihre Kinder in die Schule zu schicken, war nicht die Rede. Grundsätzlich gelte die Schulpflicht, sagt Sliwinski.

Anders sei es, wenn gesundheitliche Gründe – wie bei einer Krankmeldung – gegen einen Schulbesuch sprächen. Dann müsse man auf das Attest schauen.

Wencke Nowitzki-Rolfsmeier (GS Mindener Straße) erklärt den Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht: „Im Unterricht bekommen die Kinder von den Lehrern Arbeitspakete für ihren Home-Office-Tag. Die Arbeit zuhause unterstützen die Lehrer.“ Sportunterricht finde nicht statt.

Anders an der Grundschule Radewig. Leiterin Theresa Nolte hält Bewegungsspiele für sinnvoll, „weil den Kindern im Lockdown häufig die Bewegung fehlt“. Das Ganze mit Maske, aber ohne Sportkleidung, damit den Kindern das Umkleiden erspart bleibe.

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