Geschäftsführer der Herforder Abwasser GmbH informiert über Schutzmaßnahmen
Wegen Corona werden keine Schmutzkanäle gespült

Herford -

Müssen Mitarbeiter des Herforder Klärwerks besonders gegen Coronaviren geschützt werden? Nein sagt Gerhard Altemeier, Geschäftsführer der Herforder Abwasser GmbH.

Freitag, 05.03.2021, 19:03 Uhr aktualisiert: 07.03.2021, 19:30 Uhr
Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, verzichtet die Stadt Herford derzeit auf die Spülung von Schmutzwasserkanälen.
Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, verzichtet die Stadt Herford derzeit auf die Spülung von Schmutzwasserkanälen. Foto: Moritz Winde

„Wir haben seit Beginn der Pandemie geprüft, ob es durch die Covid-19-Viren ein erhöhtes Risiko für unsere Mitarbeiter gibt. Wir waren da in engem Austausch mit unserer Betriebsärztin. Unsere allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen Viren und Keime reichen aus“, sagt Altemeier. Zu den Schutzmaßnahmen gehört beispielsweise Schutzkleidung samt Handschuhen oder eine Atemmaske, falls mal jemand in eines der Becken steigen muss.

Ein Forscherteam aus Aachen und Frankfurt hat eine Methode zur Überwachung von Infektionen mit dem Coronavirus über das Abwasser entwickelt. Die Idee dahinter: Infizierte scheiden zumindest Fragmente des Coronavirus über Fäkalien aus. Abwasser könnte daher Aufschluss über die Zahl der Coronafälle in der Bevölkerung geben.

Für die Mitarbeiter des Klärwerks, so stellte Altemeier klar, besteht unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen kein erhöhtes Risiko. Da sich die Viren allerdings über Aerosole verbreiten, ist in den vergangenen Monaten die Spülung von Schmutzwasserkanälen gegen Null gefahren worden. Denn bei Kanalspülungen wird das Abwasser aufgewirbelt und es bilden sich Luftschwaden. Aus diesem Grund wird auf die Spülung der Kanäle verzichtet.

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