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Di., 12.05.2015

Hochsaison auf dem Obsthof Otte beginnt: 60 Erntehelfer im Einsatz Erdbeeren sind reif

Auf zwölf Feldern hat Karsten Otte verschiedene Sorten Erdbeeren angepflanzt. Die neue frühe Sorte in diesem Jahr nennt sich »Flair«. Sie ist früher reif, als es der Obstbauer geplant hatte.

Auf zwölf Feldern hat Karsten Otte verschiedene Sorten Erdbeeren angepflanzt. Die neue frühe Sorte in diesem Jahr nennt sich »Flair«. Sie ist früher reif, als es der Obstbauer geplant hatte. Foto: Sophie Hoffmeier

Von Sophie Hoffmeier

Hiddenhausen (WB). »Sie kamen ganz überraschend und dann waren es auch noch so viele«, berichtet Karsten Otte. Die ersten Erdbeeren auf den Feldern des Obstbauern sind früher als geplant erntereif – und nun muss ein ganzer Marathon an Aufgaben bewältigt werden.

»Ich habe Anfang Mai immer die heilige Aufgabe die ersten Erdbeeren für den Geburtstagskuchen meiner ältesten Tochter zu sammeln«, erzählt Karsten Otte. Normalerweise müsse er dafür erst einmal auf den Feldern suchen, doch diesmal staunte der Obstbauer nicht schlecht: »Es waren deutlich mehr Früchte gereift, als sonst. Und das viel eher, als gewohnt. Durch die warmen Tage ging das dieses Jahr echt flott.«

Was auf dem Obsthof durch die verfrühte Jahresarbeitsspitze aktuell zu tun ist? »Schrecklich viel und dann auch noch alles gleichzeitig«, sagt Karsten Otte. Gerne nenne er die aktuelle Zeit »Agrarsportwoche«. Ab jetzt sitzt den Mitarbeitern auf dem Obsthof die Zeit im Nacken. Alles muss zeitlich gut abgestimmt werden und schnell gehen. 47 Erntehelfer aus Rumänien sind bereits eingetroffen. Somit helfen fast 60 Leute mit bei der stressigsten Erntezeit des Jahres.

Vor allem die Vegetation muss im Auge behalten werden. Sobald die Bodentemperatur unter null Grad singt, würde das Ernteausfall bedeuten – möglicherweise bis hin zum Totalverlust. Bisher würden sich die Schäden allerdings in Grenzen halten. Nach den Temperaturen richtet sich auch, wann Stroheinlagen als saubere Schicht zwischen den Erdbeerfeldern ausgelegt werden können.

Perfekter Erntezeitpunkt

»Hygiene ist das oberste Gebot, damit die Erdbeeren nicht Insekten, wie der Kirschessigfliege zum Opfer fallen«, erzählt der Obstbauer. Dazu komme noch die Pflege der Felder »Wir greifen auf mechanische Unkrautbekämpfung zurück, um nicht spritzen zu müssen«, sagt er. Das bedeute aber auch gleichzeitig mehr Arbeit.

Außerdem müsse der perfekte Zeitpunkt zur Ernte gewählt werden, erklärt der Hiddenhauser Obstbauer: »Pflücken wir die Erdbeeren zu spät, dann hängen sie runter und Erde kommt an die Früchte.« Es sei ein sehr hektisches Geschäft, dass nur schwer abgeschätzt werden könne.

Der Obsthof Otte hat für diese Saison zwölf Felder mit unterschiedlichen Erdbeersorten bepflanzt. Sie bekommen in den kommenden Wochen die volle Aufmerksamkeit. Die neue frühe Sorte der Familie Otte in diesem Jahr nennt sich »Flair«. Karsten Otte beschreibt sie als schmackhaft und fest. An 15 Verkaufsständen im Kreis verkauft der Obsthof diese und andere Sorten. Sie alle werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen öffnen. Noch bis in den August hinein wird sich die Erntezeit ziehen.

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