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Mi., 13.01.2016

Bis zu 60 Asylsuchende pro Monat: Gemeinde errichtet zwei Unterkünfte an der Friedrich-Ebert-Straße Neue Wohnungen für 40 Flüchtlinge

In der »Alten Schule« an der Friedrich-Ebert-Straße wohnen derzeit 36 Flüchtlinge – vier Familien und einige Einzelpersonen. Links neben dem Gebäude sollen nun die neuen Unterkünfte entstehen. Bis zu 40 Menschen können hier vorübergehend in vier Wohneinheiten untergebracht werden.

In der »Alten Schule« an der Friedrich-Ebert-Straße wohnen derzeit 36 Flüchtlinge – vier Familien und einige Einzelpersonen. Links neben dem Gebäude sollen nun die neuen Unterkünfte entstehen. Bis zu 40 Menschen können hier vorübergehend in vier Wohneinheiten untergebracht werden. Foto: Christina Ueckermann

Von Christina Ueckerman

Hiddenhausen (WB). Jeden Monat kommen etwa 60 neue Flüchtlinge nach Hiddenhausen. Damit jeder von ihnen ein Dach über dem Kopf hat, baut die Gemeinde jetzt zwei neue Unterkünfte an der Friedrich-Ebert-Straße.

36 Flüchtlinge wohnen bereits in der »Alten Schule« an der Friedrich-Ebert-Straße in Schweicheln-Bermbeck. Für bis zu 40 weitere Menschen sollen jetzt zwei Häuser mit insgesamt vier Wohneinheiten in Holzrahmenbauweise geschaffen werden. Jede Einheit bietet Platz für acht bis zehn Personen.

»Planen können wir derzeit überhaupt nicht mehr«, sagte Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer gestern während eines Pressegesprächs. Bis zu 60 Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft – die meisten kommen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan – erreichen die Gemeinde jeden Monat. »Wir erfahren meist fünf Tage vorher von der Ankunft«, erklärt Jörg Luttmann, Leiter des Ordnungsamtes. Wie lange diese Menschen bleiben, ob sie nach Bewilligung ihres Asylantrags in größere Städte ziehen oder sogar noch Familienangehörige nachkommen, ist in jedem Fall unklar. Fakt ist aber: Für jeden Flüchtling muss die Gemeinde ein Dach über dem Kopf bereitstellen, bis der Asylantrag bewilligt ist. »Wir mieten immer wieder Wohnungen an und kaufen Häuser«, sagt Rolfsmeyer. In den 34 Wohnungen und acht Gemeinschaftsunterkünften seien aktuell aber nur noch 22 von 373 Plätzen frei. »Um genügend Wohnraum vorhalten zu können, haben wir uns für die Errichtung der Unterkünfte an der Friedrich-Ebert-Straße entschieden«, erklärt er. 700.000 Euro muss die Gemeinde für Bau, Erschließung und Innenausbau investieren. Vom Land gibt es dafür Zuschüsse.

Aktuell wohnen 36 Flüchtlinge in sechs Wohnungen

Die »Alte Schule« habe in der Unterbringung von Menschen schon Tradition. Früher wurden hier Obdachlose und Aussiedler untergebracht. Aktuell wohnen hier 36 Flüchtlinge in sechs Wohnungen. Für den Bau der beiden Komplexe mussten einige Bäume gefällt werden. Je nach Wetterlage wird in den nächsten Tagen das Fundament gegossen. In der zweiten Februarhälfte soll der Engeraner Zimmerer die Häuser aufstellen, die er zuvor in seiner Werkstatt zusammenbaut. Anfang April rechnet Luttmann mit dem Einzug der ersten Flüchtlinge. Weitere Unterkünfte sollen auf diesem Gelände aber nicht entstehen, versicherte Rolfsmeyer. Die Anlieger wurden in diesen Tagen von der Gemeinde informiert. Um Fragen zu beantworten, hat die Gemeinde alle direkt betroffenen Anwohner für nächste Woche zu einem Gespräch eingeladen.

Kommentare

ich

nehme an, das der Bürgermeister und die Behörde die Kosten übernehmen und nicht die Bewohner von Hiddenhausen.

1 Kommentare

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