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Do., 03.03.2016

Polizei durchsucht Hiddenhauser Unterkunft – Zwei Georgier festgenommen Gestohlener Schmuck in Flüchtlingsheim entdeckt

Das ehemalige Vereinsheim des SV Oetinghausen wird seit einigen Monaten als Flüchtlingsheim genutzt. Hier leben 15 Menschen verschiedener Nationen. Unter ihnen befanden sich auch zwei Georgier. Sie stehen unter Verdacht, Einbrüche begangen zu haben.

Das ehemalige Vereinsheim des SV Oetinghausen wird seit einigen Monaten als Flüchtlingsheim genutzt. Hier leben 15 Menschen verschiedener Nationen. Unter ihnen befanden sich auch zwei Georgier. Sie stehen unter Verdacht, Einbrüche begangen zu haben. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Hiddenhausen (WB). Erfolg für die Kripo: Ermittler haben gestern Morgen ein Flüchtlingsheim in Hiddenhausen durchsucht und zwei mutmaßliche Einbrecher aus Georgien festgenommen.

»Die beiden Männer im Alter von 24 und 31 Jahren stehen in dringendem Verdacht, mehrere Eigentumsdelikte begangen zu haben«, sagt Polizeisprecher Michael Al-brecht. Bei den mutmaßlichen Tätern wurden vier Schmuckstücke aus echtem Gold gefunden. Dabei handelt es sich um eine Kette, einen Anhänger und zwei Ohrstecker. Laut Polizei ist es Diebesgut, das aus Einbrüchen stammt. Außerdem wurden Kennzeichen entdeckt, die am Montagabend in der Herforder Waltgeristraße von einer Mercedes-C-Klasse gestohlen worden waren.

Polizei rückt mit acht Fahrzeugen an

Mit einem Großaufgebot – es sollen acht Fahrzeuge gewesen sein – rückte die Polizei gestern in aller Frühe vor dem »Treffpunkt« an der Mittelpunktstraße in Oetinghausen an. Das ehemalige Vereinsheim des Sportvereins wird seit mehreren Monaten als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Etwa 15 Menschen verschiedener Nationen leben in dem Gebäude. »Bislang hat es nie Probleme gegeben«, sagt Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer (SPD). Nachbarn bestätigen diese Aussage. »Die Leute haben immer freundlich gegrüßt. Es waren auch Frauen dabei«, erzählt eine Rentnerin, die gegenüber dem Haus wohnt. Ein Mannschaftswagen der Polizei habe um kurz nach 6 Uhr vor ihrer Haustür gehalten. 

Dieses Schmuckstück gehört zu den sichergestellten Gegenständen. Foto: Polizei

Ein konkreter Hinweis habe die Fahnder auf die Spur nach Hiddenhausen gebracht, sagt Michael Albrecht. Ein Richter des Herforder Amtsgerichtes hatte einen Durchsuchungsbeschluss erlassen. Seit Wochen kümmert sich eine zwölfköpfige Ermittlungskommission der Polizei darum, die explodierenden Einbruchszahlen einzudämmen. Der Kreis Herford sei aber nach wie vor stark belastet, sagt Albrecht.

Verwaltungschef: »Keine Toleranz«

Hiddenhausens Verwaltungschef Ulrich Rolfsmeyer bedauert den Vorfall, begrüßt aber gleichzeitig das Vorgehen der Polizei: »Wenn es dort kriminelle Machenschaften gibt, muss dagegen vorgegangen werden. Da kenne ich keine Toleranz. Diese Leute schaden den Flüchtlingen, die bei uns wirklich Schutz suchen.«

Das Georgier-Problem ist übrigens nicht neu. Das Bundeskriminalamt hatte bereits Mitte 2015 Alarm geschlagen: Obwohl sie kaum Chancen auf ein Bleiberecht haben, schicken organisierte kriminelle Banden aus Georgien gezielt Landsleute als Asylsuchende nach Deutschland, um systematisch Diebstähle in Läden und Häusern zu begehen.

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