Diskussion in den sozialen Medien: OPG-Schüler finden Ausfall der Abi-Gags wenig witzig
Chaos-Tag im Netz

Hiddenhausen (WB). Dass der Chaos-Tag der Abiturienten der Olof-Palme-Gesamtschule in diesem Jahr, genauer gesagt am kommenden Freitag, ausfällt, hat in den sozialen Medien für Diskussionen gesorgt. Es melden sich auch Schülerinnen und Schüler zu Wort, die 2015 an der OPG die traditionellen Abi-Gags mit ausgerichtet hatten.

Dienstag, 15.03.2016, 10:58 Uhr aktualisiert: 15.03.2016, 13:16 Uhr
Das Verhängen der Fenster mit Zeitungsseiten hatte beim letzten Schultag der Abiturienten natürlich Tradition. Das Foto aus den Vorjahren zeigt die Situation in den Fluren der OPG. Foto: Kathrin Brinkmann
Das Verhängen der Fenster mit Zeitungsseiten hatte beim letzten Schultag der Abiturienten natürlich Tradition. Das Foto aus den Vorjahren zeigt die Situation in den Fluren der OPG. Foto: Kathrin Brinkmann

Am Samstag hatte diese Zeitung darüber berichtet, dass es an der Gesamtschule in Lippinghausen erstmals seit Bestehen der OPG keinen Chaos-Tag geben wird. Lehrkräfte hatten gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass es im Vorjahr zu einer starken Vermüllung des Schulgeländes gekommen sein soll. Die Spuren der Feier seien nicht ordentlich beseitigt worden.

An der OPG machte das Gerücht die Runde, dass die Schulleitung die Veranstaltung für dieses Jahr gestrichen habe. Das hatte die Schulleiterin nicht bestätigt. Jutta Richter hatte in einem mit dieser Zeitung am Freitagabend geführten Gespräch gesagt, dass die Abiturienten selbst darüber abgestimmt hätten, ob es einen Chaos-Tag geben soll. Sie hätten sich jedoch dagegen entschieden. Der Jahrgang 13 fährt stattdessen geschlossen nach Hamburg, wo eine Stadtbesichtigung geplant ist. Über diesen Vorgang wird nun im sozialen Netzwerk debattiert, auch auf der Facebook-Seite des WESTFALEN-BLATTES.

Diskussionen in sozialen Netzwerken

Schüler M. schreibt: »Es wurde nicht darüber abgestimmt, ob der Chaos-Tag stattfinden soll. Es wurde uns von Anfang an verboten und als ›gehirnlose Vermüllung‹ abgestempelt.«

Schülerin S. nimmt Bezug auf den Chaos-Tag 2015 und äußert sich so: »Was hat unser Jahrgang denn so schlimmes gemacht? Außer dass ein paar Chaoten einen einzigen Raum mit Styropor voll gestopft haben? Und wir als Komitee ihn gereinigt haben?! Sonst haben wir nur Dinge gemacht, die absolut in Ordnung waren.« Ähnlich beurteilt Schülerin F. die Lage: »Es soll zu Vermüllungen gekommen sein, die nicht beseitigt wurden – nicht deren Ernst oder? Es wurde alles wieder von uns aufgeräumt, sonst hätten wir doch gar nicht so früh frei bekommen! Echt unverschämt, so etwas zu behaupten.« Auch Schülerin K. kann sich mit den Vorgängen rund um den Chaos-Tag nicht anfreunden: »Das ist so was von lächerlich... Die sind nur sauer, weil wir sonst nichts da gemacht haben, siehe Abiball etc,; außerdem war schon vor drei Jahren das Gerede, dass der abgeschafft werden sollte und jetzt auf einmal sind wir schuld.«

In Herford hingegen findet das so genannte Park-Saufen in den Werrewiesen an diesem Freitag statt. Die Veranstaltung wird von Abiturienten der Herforder Gymnasien (Friedrichs-Gymnasium, Ravensberger Gymnasium, Königin-Mathilde-Gymnasium) ausgerichtet. Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler werden wieder daran teilnehmen.

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