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Mi., 26.10.2016

Unternehmerin Heike Benneker erzählt ihre persönliche Geschichte Mit Yoga aus der Lebenskrise

Heike Benneker ist beim Yoga ein Herz aufgegangen. Mit Hilfe geistiger und körperlicher Übungen hat sie ihre Lebenskrise überwunden. Mittlerweile lehrt sie selbst die indische Philosophie. Im Januar starten neue Kurse.

Heike Benneker ist beim Yoga ein Herz aufgegangen. Mit Hilfe geistiger und körperlicher Übungen hat sie ihre Lebenskrise überwunden. Mittlerweile lehrt sie selbst die indische Philosophie. Im Januar starten neue Kurse. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Hiddenhausen(WB). Es gab Momente, in denen Heike Benneker kurz davor war durchzudrehen. Alles wurde der sonst so taffen Frau zuviel. Die Welt drohte über ihr einzustürzen. Dann entdeckte sie ihre Krisen-Bewältigungs-Strategie: »Yoga hat mich gerettet.«

Wendepunkt im Jahr 2011

Vor fünf Jahren befand sich Heike Benneker an einem Wendepunkt. Gerade war die 1,6 Millionen Euro teure Bike-Arena an der Bünder Straße fertig. Aus dem kleinen Familienbetrieb in Eilshausen, den ihre Eltern Franz und Lore Benneker 1965 gegründet hatten, war ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern geworden, das sie mit ihrer Schwester Jutta führt. »Mit einem Mal hatte ich eine hohe Verantwortung. Ich habe nicht mehr nur Räder verkauft, sondern musste mich um Personal, Buchhaltung und andere Dinge kümmern«, sagt sie. Die gelernte Rechtsanwalts- und Notargehilfin war auf einen Schlag eine Managerin. Ein Sprung ins kalte Wasser.

Private Probleme – berufliche Herausforderungen

Neben den neuen Herausforderungen im Job kamen private Probleme hinzu. Ihre Fernbeziehung war gerade in die Brüche gegangen und die beiden Töchter mussten allein erzogen werden. Kurzum: Heike Benneker war am Ende ihrer Energiereserven. »Mir ging es nicht gut. Ich hatte das Gefühl, mir wächst alles über den Kopf.« Beim Body-Pump oder Laufen konnte sie sich zwar auspowern, doch ihr Herz sei schwer und ihr Körper anfällig für Krankheiten gewesen.

Die Leichtigkeit war Heike Benneker abhanden gekommen – eine Erfahrung, die sicher viele Menschen im Laufe ihres Lebens machen. Schließlich wird der Druck im Alltag immer größer. Vor Kurzem hat die Techniker Krankenkasse eine Studie veröffentlicht, wonach psychische Beschwerden wie Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen zunehmen.

Vorbehalte beiseite geschoben

Heike Benneker wollte sich aber nicht unterkriegen lassen. Sie befolgte den Rat einer Freundin und ging zum Yoga – allerdings nicht ohne Vorbehalte. An die erste Stunde bei der Bünder Lehrerin Inka Ekholm kann sie sich noch gut erinnern: »Es war für mich äußerst befremdlich.« Doch die 48-Jährige schob die Klischees über esoterischen Hokuspokus und spirituellen Firlefanz beiseite und ließ sich fallen. Eine Herzmeditation ein paar Übungsstunden später gab ihr den Kick: »Es war, als ob meine Seele tanzt – dieses Gefühl habe ich gebraucht.«

Yoga-Trainerschein absolviert

Seit diesem Erlebnis kann Heike Benneker von Kundalini-Yoga – bei dieser Richtung sind die Übungen dynamische Bewegungsabläufe – nicht genug bekommen. Die Begeisterung ging soweit, dass sie sich zur Trainerin ausbilden ließ und eigene Kurse gibt. Heike Benneker will auch anderen zu neuer Lebensenergie und -freude verhelfen. Sie fargt sich: »Warum macht Yoga eigentlich nicht jeder?«

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