Abiturienten der Olof-Palme-Gesamtschule feiern ihren letzten Tag
Auto in der Schule geparkt

Hiddenhausen (WB). Laute Musik wummert über die Wiese, Folien, Ballons und Zeitungen, wohin das Auge blickt, Schüler und Lehrer treten gegeneinander in lustigen Spielen an: Die Abiturienten der Olof-Palme-Gesamtschule feiern ihren letzten Schultag.

Freitag, 07.04.2017, 16:05 Uhr aktualisiert: 07.04.2017, 17:40 Uhr
Die 67 Abiturienten des Jahrgangs 2017 der Olof-Palme-Gesamtschule hatten vor der Aula einen Anhänger platziert, von dem aus sie das ganze Gelände überblicken konnten. Sie feierten am Freitag ihren letzten Schultag und sorgten mit vielen Hindernissen für das obligatorische Chaos im Oberstufenhaus. Foto: Ruth Matthes
Die 67 Abiturienten des Jahrgangs 2017 der Olof-Palme-Gesamtschule hatten vor der Aula einen Anhänger platziert, von dem aus sie das ganze Gelände überblicken konnten. Sie feierten am Freitag ihren letzten Schultag und sorgten mit vielen Hindernissen für das obligatorische Chaos im Oberstufenhaus. Foto: Ruth Matthes

Unter dem Motto »Abicatraz – Wir schmieden den Ausbruch« hatten die 67 Abiturienten des Jahrgangs 2017 am Vorabend dafür gesorgt, dass nach ihnen auch kein anderer mehr in das »Gefängnis Oberstufenhaus« eindringen konnte. Zweieinhalb Stunden lang hatten die Jugendlichen ihr Unwesen in den Fluren, auf den Treppen und in den Klassenräumen getrieben: Die Aufgänge waren mit Zeitungen, Folienbändern und Toilettenpapier verhängt. Aus Stühlen und Tischen hatten die Abiturienten schier unüberwindbare Türme errichtet. Gut, dass die OPG genug Fluchtmöglichkeiten hat.

Einen Raum hatten sie zum »grünen Klassenzimmer« erklärt. Hierhin hatten sie alle Kübelpflanzen geschleppt, die im Gebäude zu finden waren. Ein Zimmer war komplett mit Garn zugesponnen worden, ein anders mit »Post-it«-Zetteln neu tapeziert.

Überraschungs-Gag

Die Hauptattraktion für die Schüler und Lehrer, denen es gelang bis zur Hausmeisterloge vorzudringen: ein Kleinwagen, den die Abiturienten am späten Abend vorsichtig durch die Tür in den Flur geschoben hatten. »Wie sie das geschafft haben!«, staunte Oberstufenleiter Stefan Schmiedeke. Er nahm die Sache mit Humor – nach dem Motto: Was rein gepasst hat, wird wohl irgendwie auch wieder raus gehen. »Eigentlich wollten wir einen schrottreifen Wagen kaufen und direkt in den Eingang stellen, so dass jeder hindurchkrabbeln muss, um ins Haus zu kommen«, erzählt Isabell Naß, Besitzerin des Opel. Doch das anschließende Entsorgen sei zu teuer geworden und so erklärte sie sich bereit, ihr Auto als Überraschungs-Gag zur Verfügung zu stellen. Nachdem sie am Vormittag alle Schulkameraden mit Spiel und Musik unterhalten hatten, feierten die Abiturienten am Abend alleine weiter. Ernst wird es am 25. April, wenn die erste Klausur geschrieben wird.

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