Veranstaltungsreihe startet bei kühlem Wetter
Offene Gartentore: »Frühling beschworen«

Hiddenhausen (WB). »Wo die Zeit vergessen wird, da spiegelt ein Garten den Geist des Ortes wider«: Mit dieser Erklärung hat Garten-Journalistin Anja Birne ihre Zuhörer mit auf eine Reise genommen. Die Veranstaltungsreihe »Offene Gartentore« ist am Sonntag auf Gut Hiddenhausen gestartet.

Montag, 24.04.2017, 07:00 Uhr
Viel zu entdecken gab es am Sonntag beim Rundgang auf Gut Hiddenhausen: Das Gesellenstück des Zimmermanns Hubert Heinrichs schmückt den dortigen Park. Foto: Sophie Hoffmeier
Viel zu entdecken gab es am Sonntag beim Rundgang auf Gut Hiddenhausen: Das Gesellenstück des Zimmermanns Hubert Heinrichs schmückt den dortigen Park. Foto: Sophie Hoffmeier

Bewachsene Mauern, umsäumte Beete – all das lassen so manches Gärtnerherz höher schlagen. Ein Paradebeispiel für Gartenkunst ist das Gut Hiddenhausen, das viele verträumte Gänge und Schneisen bietet.

Die Auftaktveranstaltung der offenen Gartentore stand unter dem Motto »Ein Fest dem Frühling«. »Ich fürchte, es wird heute eher eine Beschwörung angesichts der Temperaturen«, begrüßte Gutsherrin Anna von Consbruch die Besucher am Sonntag. Fast 50 Gäste ließen sich vom Wetter nicht abhalten und nahmen an dem Rundgang teil. Das Gut Hiddenhausen wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Auf der Anlage befinden sich Pflanzen, die über 100 Jahre alt sind. Normalerweise ist der Garten der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Einmal im Jahr öffnet Anna von Consbruch im Rahmen der offenen Gartentore die Pforten.

»Offene Gartentore« begeistern

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Es ging vorbei an dem großen Teich und dem kleinen, liebevoll gepflegten Barockgarten. Die Apfelallee ist aktuell gesäumt von Narzissen. Anna von Consbruch hat sie vor einigen Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf geholt und entdeckte dabei eine Schneise durch den Park von der Kirche bis zum Friedhof. Bei der Führung gab es von ihr nicht nur Zahlen und Fakten, sondern sie teilte auch persönlichen Erfahrungen: »Direkt vor meinem Schlafzimmer habe ich eine Hainbuchenhecke und da weckt mich aktuell jeden morgen die Nachtigall.«

Bei dem Rundgang hielten sie auch an der kleinen »Grote« des Anwesens . Hierbei handelt es sich um eine von einer Steinmauer aus Tuffstein halb umrundete Fläche. »Das war damals ein typisches Gartengestaltungselement und galt sogar als Statussymbol. Solche düsteren Plätze sollten die Stimmung der Menschen widerspiegeln. Das Ziel war es, mit den Anlagen auf unterschiedlichen Gefühlsebenen zu berühren«, erklärte Staudengärtnerin und Buchautorin Anja Birne. Die Herforderin hat zehn Jahre lang das Ressort Garten der »Landlust« geprägt und mit aufgebaut.

Sie hielt im Anschluss einen Vortrag zum Thema »Afternoon Tea in den schönsten Gärten Englands«. Seit 1994 leitet sie Gartenreisen in unterschiedliche Länder. Ein zentrales Reiseziel ist dabei England. Birne gab Einblicke in das Mutterland der offenen Gartenpforte. Besucher Friedhelm Diekmann zeigte sich von dem Gesehenen beeindruckt: „Diese Gärten mit ihrer Weitläufigkeit sind etwas Besonderes. Ich nehme heute viele Eindrücke mit.«

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