Die Motoren- und Traktorenfreunde Hiddenhausen präsentieren ihre Schätze
Und sie laufen alle noch

Hiddenhausen (WB). »Ein bisschen bekloppt muss man schon sein«, sagt Edelhard Altmann und lacht. Der 76-Jährige ist einer der 22 Motoren- und Traktorenfreunde in Hiddenhausen und macht aus seiner Leidenschaft keinen Hehl. Altmann ist begeistert von Dieselgeneratoren, von Bepflanzungs- und Erntemaschinen, von Kartoffelsortierern, Rübenschneidern und natürlich von Traktoren.

Sonntag, 30.04.2017, 17:16 Uhr aktualisiert: 30.04.2017, 20:23 Uhr
Corinna und Sven Pankoke kamen mit ihren Söhnen Jaron (7 Jahre, links) und Theo (3) zum Tag der offenen Tür. Foto: Thomas Klüter
Corinna und Sven Pankoke kamen mit ihren Söhnen Jaron (7 Jahre, links) und Theo (3) zum Tag der offenen Tür.

Jedes Jahr am 1. Mai öffnet die Gruppe Gleichgesinnter ihre Maschinenhalle und den Hof an der Mühlenstraße für Nachbarn und Interessierte. »Und da in diesem Jahr der 1. Mai auf einen Montag fällt, haben wir den Sonntag auch noch dazu genommen«, so Altmann. Mit etwa 1500 Besuchern rechnet der Freundeskreis insgesamt an den beiden Tagen. Eintritt nehmen die Motoren- und Traktorenfreunde nicht, »aber anhand der verkauften Würstchen lässt sich die Besucherzahl ganz gut abschätzen«, erklärt Altmann.

Ältester Traktor

Maitreffen der Traktorenfreunde Hiddenhausen

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Der älteste Traktor, den die Gäste da zu sehen bekommen, ist ein Lanz Bulldog von 1938, der »jüngste« ist ein Hanomag Enser von 1961. »Mindestens 30 Jahre müssen die Trecker schon auf dem Buckel haben«, so Altmann. Und was noch wichtiger ist, sie müssen laufen. »Die etwa 30 Traktoren, die wir ausstellen, springen alle problemlos an und fahren«, sagt der 76-Jährige. »Würden wir die ganzen nicht restaurierten Maschinen mitzählen, hätten wir hier Schrott für 1000 Jahre«, sagt Altmann und lacht dann wieder.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto Kartoffeln. Passend dazu sind Walzen- und Rüttelkartoffelsortiermaschinen ausgestellt. Auch das Essen ist auf das Motto abgestimmt. Die großen und kleinen Besucher interessieren sich aber vor allem für die Maschinen. »Wir sind wegen der Kinder her gekommen«, sagt Anna Karbe und schaut nach Sohn Jaro und Nichte Ronja, die einen Kramer K15 von 1955 »Probe fahren«.

Schwergewichte

Neben Landmaschinen begeistern sich die Motorenfreunde auch für historische Dieselgeneratoren. Den größten liegenden Motor aus Herforder Produktion haben sie in der Halle installiert und natürlich läuft auch der. Wolfgang Schmidt kümmert sich mit Leidenschaft um die Generatoren und kann zu jedem eine Geschichte erzählen. »Allein das Schwungrad wiegt 7,5 Tonnen«, sagt Schmidt. Und den Generator hätten sie ohne Kran in die Halle transportiert. Altmann erinnert sich auch daran: »Wir sind eben ein wenig verrückt.«

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