Politik beschließt Entwurf des geänderten Bebauungsplans
Edeka soll Lärm reduzieren

Hiddenhausen (WB). Der nächste Schritt auf dem Weg zum Neubau des Edeka Wehrmann an der Löhner Straße in Eilshausen ist getan: Die Vertreter aller Parteien sprachen sich in einer Sondersitzung für den geänderten Bebauungsplanentwurf aus, der unter anderem zwei Lärmschutzwände vorsieht.

Samstag, 22.07.2017, 10:00 Uhr
Hier soll der neue Edeka-Markt entstehen. Foto: Ruth Matthes
Hier soll der neue Edeka-Markt entstehen. Foto: Ruth Matthes

Damit ist der Weg frei für eine erneute öffentliche Auslegung des Planes. Die Auslegung im Oktober und November 2016 hatte neun Stellungnahmen von Behörden und vier Einwendungen von Anwohnern zur Folge, die nun in den neuen Plan einbezogen wurden. Die wesentlichen Neuerungen stellte Stadtplaner Michael Ahn vom Büro Wolters Partner den Politikern und Bürgen vor.

Der Landesbetrieb Straßen regte eine Einfriedung des Parkplatzes an, damit im Winter rangierende Autos nicht die Fahrer auf der Löhner Straße blenden. »Die Ampel an der Abbiegespur bleibt, auch wenn sie nicht unbedingt erforderlich ist«, erklärte Ahn.

Lärmschutzwand kommt

Der Kreis Herford als Immissionsschutzbehörde hätte die Lärmbelastung zwar nicht beanstandet. Es sei aber wegen der Bedenken der Anwohner trotzdem eine Lärmschutzwand entlang der Einigkeitsstraße eingeplant worden. Sie teilt sich in zwei Bereiche, einen 3,50 Meter hohen und 26,5 Meter langen an der Seite zum bestehenden Markt hin und eine 3,50 Meter hohe und fünf Meter lange auf der Seite des Neubaus. »Lkw werden in der Folge von den Anwohnern aus gesehen hinter der Wand rangieren, bevor sie rückwärts in den Anlieferungsbereich des Edeka-Neubaus fahren«, erklärte Andreas Homburg, Amtsleiter für Gemeindeentwicklung.

Leisere Kühlaggregate

»Eigentlich wesentlich bedeutsamer für die Anwohner ist die Reduzierung der Lärmbelastung durch leisere Kühlaggregate, die der neue Bebauungsplan vorgibt«, ergänzte Ahn. Diese sind auf dem Dach angebracht und die gesamte Nacht über in Betrieb. Der Investor müsse nun einen deutlich niedrigeren Pegel einhalten.

Die Nachbargemeinde Kirchlengern hatte ihrerseits Bedenken geäußert, was die Verlagerung von Kaufkraftströmen angehe. Der Einzelhandelsgutachter der Gemeinde Hiddenhausen habe, so Ahn, allerdings festgestellt, dass keine bedeutenden negativen Auswirkungen für den Handel in Kirchlengern zu erwarten seien. Auf Nachfrage von Jörg Düning-Gast (CDU) erklärte er zudem, der Einzelhandelsverband habe sich nicht gegen die Pläne geäußert.

Was die Betreiber der kleineren Fachmärkte angeht, die im westlichen Teil der Fläche entlang der Einigkeitstraße errichtet werden, so habe es eine Änderung gegeben: »Anstelle des Schuhladens wird ein SB-Center ohne Nahrungsmittel einziehen«, informierte Ahn. Es umfasst 900 Quadratmeter. Außerdem gibt es einen Modeshop mit einer Verkaufsfläche von 200 Quadratmetern und eine Drogerie (650 Quadratmeter).

Düning-Gast äußerte sich abschließend optimistisch, dass die intensive Auseinandersetzung mit dem Bauvorhaben nun zu einer sinnvollen Lösung führe. Es sei wichtig, die Bedenken der Anlieger ernst zu nehmen. Auch Bernd-Roland Gottschling (SPD) schloss sich dieser Meinung an.

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