Fr., 19.01.2018

Sozialausschuss beschließt barrierefreie Gestaltung des Dorfplatzes Kleines Pflaster weist den Weg

Im aktuellen Lageplan der Landschaftsarchitekten Kortemeier und Brokmann ist links die neue Rampe von der Erdbrügge aus zu erkennen. Oberhalb sind die behindertengerechten Parkbuchten zu sehen, rechts die Zuwegung von der Schulstraße, die barrierefrei umgebaut wird. Der schmale Streifen in der Mitte des Platzes zeigt die Kleinpflasterung, die als taktisches System für Sehbehinderte dienen soll.

Im aktuellen Lageplan der Landschaftsarchitekten Kortemeier und Brokmann ist links die neue Rampe von der Erdbrügge aus zu erkennen. Oberhalb sind die behindertengerechten Parkbuchten zu sehen, rechts die Zuwegung von der Schulstraße, die barrierefrei umgebaut wird. Der schmale Streifen in der Mitte des Platzes zeigt die Kleinpflasterung, die als taktisches System für Sehbehinderte dienen soll. Foto: Kortemeier Brokmann

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Der Senioren- und Behindertenbeirat hat mit seinen Ideen zur behindertengerechten Gestaltung des Dorfplatzes Eilshausen überzeugen können. Der Schul-und Sozialausschuss schloss sich in seiner Sitzung den Verbesserungsvorschlägen an.

Die Beiratsmitglieder hatten in den vergangenen Monaten mehrfach über das Thema beraten, mit den Planern von Kortemeier und Brokmann gesprochen und sich vor Ort ein Bild gemacht. Zudem hatten sie eine Stellungnahme der Agentur »Barrierefrei NRW« zu den Planungen erbeten.

Breitere Parkstreifen

Der Beirat regte daraufhin an, aus Richtung Erdbrügge eine weitere barrierefreie Zuwegung über eine Rampenanlage anzulegen. Außerdem soll das taktile System zur besseren Orientierung Sehbehinderter in der Mitte des Quartiersplatzes in Form eines Kleinpflasters ausgeführt und der Parkstreifen an der Erdbrügge behindertengerecht gestaltet werden. Dies bedeutet, dass die Buchten dafür von zwei Meter auf 3,50 Meter verbreitert und der Gehweg entsprechend verschoben werden müssen. Die Kosten dafür belaufen sich voraussichtlich auf 58.000 Euro. Die Parkbuchten bieten dann Platz für sieben Autos und können auch von Bussen genutzt werden.

Wie berichtet, ist im Rahmen des ISEKs (Integriertes Städtebaulichen Entwicklungskonzept) im Stadtumbaugebiet Eilshausen die Neugestaltung des Quartiersplatzes Eilshausen vorgesehen. Wie die Verwaltung informierte, sind die Fördermittel inzwischen bewilligt. Für den Platz sind bisher Gesamtkosten von 308.000 Euro im Haushalt eingeplant.

Orientierungsfelder

In seiner Sitzung im November hatte der Beirat die aktualisierten Pläne des Büros Kortemeier und Brokmann beraten, in die die Anregungen der Agentur eingeflossen waren. Die Mitglieder wiesen darauf hin, dass Handläufe an den Zuwegungen, wie sie die Agentur vorgeschlagen hatte, nicht erforderlich sind, und wegen der Schulhofnähe auch gefährlich wären, da sie Kinder zum Turnen animieren könnten. Dafür empfahlen sie, das taktile System (Kostenpunkt 7000 Euro) in der Mitte in Form eines Kleinpflasters anzulegen. Überall dort, wo die Sehbehinderten einen rechten Winkel bewältigen müssen, gibt es zudem die aus dem Straßenverkehr bekannten Orientierungsfelder.

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