Sa., 10.02.2018

Rat nimmt Anregung der CDU auf Gemeinde lädt Ärzte zu Gespräch

Hiddenhausen ist derzeit gut mit Hausärzten versorgt. Damit dies auch in fünf Jahren noch so ist, möchte die Gemeinde mit den Ärzten im Gespräch bleiben.

Hiddenhausen ist derzeit gut mit Hausärzten versorgt. Damit dies auch in fünf Jahren noch so ist, möchte die Gemeinde mit den Ärzten im Gespräch bleiben. Foto: dpa/Bernd Weissbrod

Hiddenhausen (WB/rkl). »Vorbeugen ist besser als heilen.« Diese Weisheit hat sich die CDU in Bezug auf den drohenden Ärztemangel zu Herzen genommen. Ihr Antrag, eine Gesprächsrunde von Politikern und Ärzten einzurichten, war Freitag Thema im Rat.

In der Dezember-Sitzung hatten die Ratsmitglieder von Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und des Kreises erfahren, dass Hiddenhausen mit zwölf Hausärzten für knapp 20.000 Einwohner gut aufgestellt sei. Zwei der Mediziner seien zwischen 60 und 64 Jahre alt, einer zwischen 65 und 69 Jahre. Ein Mangel drohe daher frühestens in fünf bis sieben Jahren.

Union sieht Handlungsbedarf

»Für uns resultiert daraus mindestens mittelfristig ein Handlungsbedarf, auch wenn die Ampel derzeit noch auf Grün steht«, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Söhnchen. Er schlug daher vor, dass der Bürgermeister eine Gesprächsrunde mit allen heimischen Ärzten und je einem Vertreter der Ratsfraktionen ins Leben rufen solle. Ziel sei es, unter anderem Unterstützungsbedarf durch die Gemeinde zu erfahren und Informationen über bestehende Modelle erfolgreicher Zusammenarbeit der Ärzteschaft mit der jeweiligen Gemeindeverwaltung zu erhalten.

Andreas Hüffmann (SPD) warnte davor, Ängste bei den Bürgern zu schüren. Die KV habe Entwarnung gegeben. Die Hausärzteausbildung am Klinikum und die geplante Medizinische Fakultät in Bielefeld stimmten ebenfalls optimistisch. Was nicht heiße, dass man das Thema nicht weiter beobachten müsse und die Rahmenbedingungen für die Ansiedlung junger Mediziner verbessern könne. Bevor man allerdings eine Gesprächsrunde initiiere, solle der Bedarf der Ärzte geklärt werden.

Unverbindliches Treffen

Grüne und die UWG begrüßten den Vorschlag der CDU, da es sinnvoll sei, sich rechtzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. So einigte man sich darauf, die Ärzteschaft zu einem ersten Gespräch einzuladen und dann zu sehen, ob weitere Treffen gewünscht und sinnvoll sind.

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