Fr., 16.02.2018

Gerätehaus soll auf Gelände der Baumschule Holtmann entstehen Gemeinde kauft Grundstück für neue Feuerwache

Das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr an der Herforder Straße in Schweicheln ist zu klein und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine Feuerwache. Daher sucht die Gemeinde seit November 2016 ein Grundstück für einen Neubau.

Das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr an der Herforder Straße in Schweicheln ist zu klein und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine Feuerwache. Daher sucht die Gemeinde seit November 2016 ein Grundstück für einen Neubau. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Die Feuerwehrleute aus Schweicheln-Bermbeck sind ihrem neuen Gerätehaus ein großes Stück näher gekommen. Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer bestätigte am Donnerstag, dass die Gemeinde das Grundstück der ehemaligen Baumschule Holtmann gekauft hat, um dort eine Feuerwache zu errichten.

Allein die Tatsache, dass die Schweichelner derzeit mit vier Feuerwehrwagen aus drei Garagentoren fahren müssen, macht deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Das Gerätehaus an der Herforder Straße ist nicht nur zu klein, sondern entspricht auch den heutigen Anforderungen, zum Beispiel in Sachen Brandschutz, nicht mehr.

Die Gemeinde hat das Gelände der ehemaligen Baumschule Holtmann an der Bahnhofstraße/Ecke Schweichelner Straße gekauft. Foto: Ruth Matthes

Entsprechend erfreut zeigt sich der Leiter der Feuerwehr Hiddenhausen, Mario Daume, von der Nachricht. »Nach Jahren der Ungewissheit können wir nun endlich die Neubauplanung für das Gerätehaus beginnen«, erklärte er.

10.000 Quadratmeter Fläche

Das Grundstück an der Bahnhofstraße 66 hat 10.000 Quadratmeter Fläche und ist damit fünfmal größer als ursprünglich geplant. Das Architekturbüro Bahr war im Vorfeld von 2000 Quadratmeter als ausreichend für einen Neubau ausgegangen.

»Die Grundstückssuche wurde durch die Tatsache erschwert, dass der Standort in Schweicheln in 500 Meter Umkreis der jetzigen Wache liegen musste«, so Rolfsmeyer. Einerseits sollten die Feuerwehrleute schnell an der Wache sein, andererseits hat die Feuerwehr die Vorgabe, dass alle Ziele im Löschbezirk in acht Minuten erreichbar sein müssen. Dies ist von der Bahnhofstraße aus möglich. »Außerdem ist die Verkehrsanbindung hier gut«, ergänzt Rolfsmeyer.

»Da sitzen schließlich die Experten«

Seit kurzem sei die Gemeinde offiziell als Eigentümer eingetragen, so dass nun die bauplanungsrechtliche Vorbereitung beginnen könne. »Der Bebauungsplan muss dahingehend entwickelt werden, dass hier ein Feuerwehrgerätehaus gebaut werden kann«, so der Bürgermeister. Schon der nächste Gemeindeentwicklungsausschuss am 12. März werde sich mit dem Thema beschäftigen.

Im Sommer hofft Rolfsmeyer so weit zu sein, dass ein Entwickler mit der Planung beauftragt werden kann. Dabei wolle die Gemeinde eng mit der Feuerwehr zusammenarbeiten: »Da sitzen schließlich die Experten, die wissen was sie brauchen.«

Bereits im November 2016 hatte der Rat grünes Licht für einen Neubau an einem anderen Standort gegeben. Eine Vergleichsrechnung hatte ergeben, dass der Jahresaufwand bei einem Um- und Anbau am alten Standort auch nur 3700 Euro günstiger wäre. Die Gesamtkosten des Neubaus schätzte Bahr damals auf 1,5 Millionen Euro plus Grundstückskosten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5526729?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F