Warsteiner will sich von der Brauerei trennen
Kauft Edeka Herforder?

Herford/Hiddenhausen (WB/OH). Im Ringen um eine Zukunftslösung für die von der Warsteiner-Gruppe zur Disposition gestellten Herforder Brauerei (100 Mitarbeiter) erwägt die Edeka Rhein-Ruhr offenbar, diese zu kaufen.

Freitag, 23.03.2018, 06:31 Uhr aktualisiert: 23.03.2018, 06:40 Uhr
Im Februar war bekannt geworden, dass die Herforder Brauerei vor einem Verkauf steht. Zunächst soll aber versucht werden, einen Kooperationspartner für Herforder zu finden. Foto: Oliver Schwabe
Im Februar war bekannt geworden, dass die Herforder Brauerei vor einem Verkauf steht. Zunächst soll aber versucht werden, einen Kooperationspartner für Herforder zu finden. Foto: Oliver Schwabe

Das berichtet die »Lebensmittel-Zeitung«. Edeka lässt die Handelsmarken »Oscar Maxxum« und »Traugott Simon« in Herford brauen. Sie stünden für zwei Drittel des Produktionsvolumens der Brauerei von zuletzt 470.000 Hektolitern.

Um sich Produktionskapazitäten für die Biermarken zu sichern, sei ein Kauf des Standorts nicht auszuschließen, zitiert das Fachblatt aus dem Firmenumfeld. Warsteiner hatte im Januar angekündigt, bis Anfang 2019 einen Kooperationspartner oder Käufer für die Brauerei finden zu wollen.

Die Pilsmarke Herforder könnte dabei bei Warsteiner bleiben, heißt es.

Im Februar war bekannt geworden, dass die Herforder Brauerei vor einem Verkauf steht. Zunächst soll aber versucht werden, einen Kooperationspartner für Herforder zu finden. Insgesamt will die Warsteiner Gruppe bis zu 240 Stellen abbauen. Der Produktionsstandort in Hiddenhausen-Sundern soll davon nicht betroffen sein. Dort sind etwa 100 Menschen beschäftigt.

Mehr zum Thema:

Manager Jochen Schmitt beschreibt in seinem Buch die Talfahrt der Herforder Brauerei. Mehr lesen Sie hier.

Am 1. April wird die Herforder Brauerei 140 Jahre alt. Mehr zu Geschichte lesen Sie hier.

Kommentare

Jochen Schmitt  schrieb: 26.03.2018 12:13
Kauft Edeka Herforder ?
Sehr geehrte Damen und Herren,
das ist mein letzter Kommentar zum Schicksal der Herforder Brauerei.

Sie beziehen sich in Ihrem obigen Artikel auf einen Bericht der - meistens gut informierten - Lebensmittelzeitung. Die Vorstellung, dass die traditionsreiche Herforder Brauerei nun möglicherweise an die Edeka verkauft wird, ist sicher nicht nur für mich schwer erträglich. Dessen ungeachtet machen die Angaben zur aktuellen Ausstoß-Situation der Brauerei geradezu fassungslos. Wenn der Anteil der renditeschwachen Handelsmarken "Oskar Maxxum" und "Traugott Simon" zwei Drittel des heutigen Ausstoßes von 470.000 hl ausmacht, würde sich der Ausstoß der Marke Herforder auf nur noch gut 150.000 hl belaufen. Das allein zeigt überdeutlich, wie das Management des früheren "Hektolitermillionärs" die Brauerei in den letzten 20 Jahren heruntergewirtschaftet hat.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Schmitt
DJTom72  schrieb: 23.03.2018 21:31
Traurig...
...was aus der regionalen Brauerei seit der Übernahme von Warsteiner geworden ist bzw. wird. Das Herforder schmeckt nicht mehr so wie früher. Das geht beim Maibock los und hört beim Weihnachtsbier auf. Da hilft auch ein Relaunch sämtlicher Flaschen/Gebinde nicht! Als Vorreiter für Weihnachtsbier war es damals unschlagbar, heute nur noch eine dunkle, bitter schmeckende Brühe.....hoffentlich schaffen sie noch ihr Jubiläum, in diesem Sinne PROST
2 Kommentare
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