1. Landessportfest für Schwerstbehinderte im Johannes-Falk-Haus
Dabeisein ist alles

Hiddenhausen (WB). Bisher haben die schwerstbehinderten Schüler des Johannes-Falk-Hauses immer nur die Erfolge der anderen bejubeln dürfen. Am Freitag standen sie erstmals selbst im Mittelpunkt und durften ihre Medaillen entgegennehmen.

Samstag, 24.03.2018, 15:00 Uhr
Beim ersten Landessportfest für schwerstbehinderte Schüler am Johannes-Falk-Haus haben Lorenz (sitzend) und Hüseyin ihren Spaß. Montag waren in der Turnhalle ein Rollstuhlparcours und diese Bewegungslandschaft aufgebaut worden. Foto: Ruth Matthes
Beim ersten Landessportfest für schwerstbehinderte Schüler am Johannes-Falk-Haus haben Lorenz (sitzend) und Hüseyin ihren Spaß. Montag waren in der Turnhalle ein Rollstuhlparcours und diese Bewegungslandschaft aufgebaut worden. Foto: Ruth Matthes

Der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Röttgen verlieh allen Teilnehmern des ersten Landessportfestes für Schwerstbehinderte eine Auszeichnung. Alle 25 Klassen war gekommen, um an der Siegerehrung teilzunehmen und kräftig Applaus zu spenden.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 24 Jahren hatten in den vergangenen Tagen auf der Bewegungslandschaft und dem Rollstuhlparcours gezeigt, dass auch sie sportlich sind.

Rollstuhlparcours

»Die schwer körperlich und geistig behinderten Schüler, bei uns ›Schwebis‹ genannt, hatten gemeinsam mit ihren weniger gehandicapten Klassenkameraden die Gelegenheit, über die weichen Hindernisse zu krabbeln, in die Schaukel aus Matten, Tüchern und Seilen zu klettern und im Rollstuhlparcours zu zeigen, was sie können«, erklärt Peter Weber, didaktischer Leiter der Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Barbara Kiel-Lachenmaier, die als Physiotherapeutin das Sportfest begleitete, erzählt, dass auch die nicht-schwerstbehinderten Kinder viel Spaß an den Bewegungsangeboten hatten. So kugelte sich Hüseyin mit Begeisterung in einem Reifen durch die Halle und »Fußgängerin« Michelle Röhreich kämpfte sich mit viel Elan im Rollstuhl über die Rampe und unter einem Hindernis hindurch. »Neben der Bewegungsförderung der Schwebis, war es eines unserer Ziele, den Kindern, die sonst nicht auf den Rollstuhl angewiesen am eigenen Leib zu zeigen, wie es den Rolli-fahrenden Kameraden tagtäglich ergeht«, erklärt Renate Raeder, die für die Schwebi-Förderung zuständig ist. Alle hätten begeistert mitgemacht und sich auch gegenseitig geholfen.

Förderangebote

Anders als die anderen Landessportfeste, an denen die Schüler teilnehmen, trafen sich diesmal nicht mehrere Schulen zum Wettstreit. »Das wäre für die 61 Schwebis eine zu hohe Belastung«, sagt Weber. »Doch das Erfolgserlebnis und die Wertschätzung, die sie bei der Siegerehrung erhalten, werden ihnen sehr gut tun.«

Zur speziellen Schwebi-Förderung des Falk-Hauses gehören ein regelmäßiges Musikangebot der Logopäden, Schwimmen und Sport auf dem Trampolin. Hinzu kommen Entspannungsübungen und eine Wahrnehmungsförderung, die alle Sinne anspricht.

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