Spielvereinigung Hiddenhausen stellt Antrag
Kunstrasen statt Asche

Hiddenhausen (WB). Nach den Sportvereinen SG Schweicheln und SV Oetinghausen möchte nun auch die Spielvereinigung Hiddenhausen einen Kunstrasenplatz. Dazu soll der Ascheplatz in Eilshausen umgewandelt werden. Ein Antrag an die Gemeinde ist gestellt.

Mittwoch, 18.04.2018, 09:00 Uhr
Der Ascheplatz in Eilshausen, so sagt Frank Budde, Vorsitzender der Spielvereinigung Hiddenhausen, sei im Winter kaum nutzbar. Sein Verein wünsche sich die Umwandlung des Platzes in einen Rasenplatz. Ein Antrag bei der Gemeinde ist gestellt. Foto: Koteras-Pietsch
Der Ascheplatz in Eilshausen, so sagt Frank Budde, Vorsitzender der Spielvereinigung Hiddenhausen, sei im Winter kaum nutzbar. Sein Verein wünsche sich die Umwandlung des Platzes in einen Rasenplatz. Ein Antrag bei der Gemeinde ist gestellt. Foto: Koteras-Pietsch

Der Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am 24. April mit dem Thema beschäftigen. Die Spielvereinigung Hiddenhausen hatte bereits Mitte März den Antrag eingereicht und umfangreich begründet.

Der Verein verfügt über zwei Sportplätze: den Ascheplatz in Eilshausen und einen Rasenplatz in Lippinghausen. Die Zeit, die den Sportlern zu schaffen mache, sei der Winter, heißt es in der Begründung des Antrages. Zunehmend seien es aber auch die Randzeiten. »Im Winter muss der Rasenplatz in Lippinghausen geschont werden«, sagte gestern Frank Budde, Vorsitzender der Spielvereinigung Hiddenhausen.

Ascheplatz oft nicht bespielbar

Regelmäßig müsse unter Abwägung der witterungsbedingten Möglichkeiten, des Zustandes des Platzes und der Anzahl der Trainings- und Spielzeiten entschieden werden, wann, wer spielen könne und gegebenenfalls ob überhaupt der Sportplatz in Lippinghausen genutzt werden könne. Das führe zu einem erheblichen und zusätzlichen organisatorischem Aufwand. »Diese regelmäßige starke Beanspruchung des Sportplatzes Lippinghausen und fehlende Ruhezeiten nach starker Beanspruchung führt dazu, dass der Platz in den Sommermonaten gepflegt und repariert werden muss, was wiederum eine Nutzung, gerade in den Vorbereitungszeiten, stark einschränkt«, begründet der Verein den Antrag. Aber, so meint Budde, auch der Platz in Eilshausen sei in den Wintermonaten kaum nutzbar. Er sei oft gefroren und danach stehe Wasser auf dem Platz. »Diese Situation ist für uns ein echter Wettbewerbsnachteil. Eltern und Sportler achten schon darauf, welche Plätze ein Verein anbieten kann, bevor sie sich für eine Mitgliedschaft entscheiden«, meint Budde. Immerhin sei die Spielvereinigung Hiddenhausen einer der größten Vereine in der Gemeinde. Und eine echte Alternative sei der Sportplatz in Hiddenhausen auch nicht. Der werde nur im Notfall als Ausweichplatz genutzt. Durch Maulwurfhügel würde dieser sich trotz kostenintensiver Pflege in einem desolaten Zustand befinden.

Gemeinde könnte Kunstrasenplatz finanzieren

Als Finanzierungsmodell für einen Kunstrasenplatz könne er sich ein Modell wie in Schweicheln oder Oetinghausen vorstellen, sagte Budde gestern. Dort habe die Gemeinde den Kunstrasenplatz bezahlt, die Vereine hätten sich im Gegenzug verpflichtet, für 15 Jahre die Instandhaltung und Pflege des Platzes zu übernehmen. Ein Kunstrasenplatz, so schätzt Budde, koste zwischen 400.000 und 600.000 Euro.

Im Zusammenhang mit dem Antrag auf einen Kunstrasenplatz möchte die Gemeinde auch der Frage nachgehen, ob der Sportplatz in Hiddenhausen nach einer Umwandlung des Platzes in Eilshausen beibehalten werden müsse. Der Gemeindesportverband sieht dafür keine Notwendigkeit. Gleichzeitig unterstützt er den Wunsch der Spielvereinigung.

Der Sportausschuss will das Thema am Dienstag zunächst beraten und dann erst wieder in die Fraktionen verweisen. Eine erneute Beratung ist für September geplant.

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