Auch jüngere Kunden setzen verstärkt auf die motorisierte Fahrrad-Variante
Trend geht vom Mofa zum E-Bike

Hiddenhausen (WB). Im Fahrradverkauf herrscht aktuell Hochbetrieb. Das Interesse an E-Bikes hat mittlerweile fast alle Altersgruppen erreicht. Jutta Benneker stellt die neusten Varianten vor. »Das veränderte Nutzungsverhalten hat klar zu einer Änderung des Sortiments geführt«, berichtet die Bike-Arena Geschäftsführerin.

Donnerstag, 24.05.2018, 11:00 Uhr
Das E-Bike etabliert sich immer mehr. Auch jüngere Kunden entscheiden sich inzwischen oft für die motorisierte Fahrrad-Variante. Hier berät Matina Notholt von der Bike-Arena gerade den Kunden Axel Druhmann bei der Wahl des richtigen E-Bikes. Foto:
Das E-Bike etabliert sich immer mehr. Auch jüngere Kunden entscheiden sich inzwischen oft für die motorisierte Fahrrad-Variante. Hier berät Matina Notholt von der Bike-Arena gerade den Kunden Axel Druhmann bei der Wahl des richtigen E-Bikes.

Gerade bei den E-Bikes tue sich einiges: »Die Nachfrage hat sich von Stadtfahrrad mit tiefem Einstieg hin zu jungen, sportlichen Trekkingrädern mit leistungsstarken Motoren verschoben.« Und auch Mountainbikes mit Elektromotoren erfreuen sich großer Beliebtheit. »Dadurch werden Strecken erreichbar, die normalerweise nicht für Laien möglich wären«, sagt Jutta Benneker.

Jüngster war 13 Jahre

Mittlerweile seien es auch viele jüngere Radfahrer, die von den Vorteilen eines E-Bikes Gebrauch machen. »Meine jüngsten Käufer waren 13 Jahre alt«, erzählt Benneker: »Früher war es eben das Mofa und heute ist es das E-Bike. Das hat ja nichts mit Faulheit zu tun, denn bewegen muss der Fahrer sich trotzdem.« Außerdem handele es sich um ein optimales Training, da eine geeignete Herzfrequenz konstant gehalten werden könne.

Außerdem immer mehr gefragt sind Cargobikes und Lastenräder. Mit ihnen können die Fahrer beispielsweise Kinder und Hunde mitnehmen. »In Süddeutschland werden Lastenräder bereits bezuschusst. In NRW fängt die Förderung gerade erst an«, berichtet Benneker.

Zielgruppe Pendler

Hauptzielgruppe für E-Bikes seien aktuell Pendler, die ihren Arbeitsweg mit dem Spezialrad bestreiten. Im Zubehör-Bereich werde vermehrt auf diese Nutzergruppe eingegangen, sagt Jutta Benneker: »Stauraum wird am Fahrrad immer wichtiger. Inzwischen sind auch gepolsterte Laptop-Taschen im Verkauf.«

Auch die Radbekleidung befinde sich im Wandel: Das klassische enge Sportsortiment wird ergänzt durch legere Kleidung, die aber trotzdem windbeständig und atmungsaktiv ist. »Wer zur Arbeit oder zum Biergarten fährt, der will nicht in engen Radhosen unterwegs sein«, weiß die Bike-Arena-Geschäftsführerin.

Der richtige Sattel

Wichtig sei für weite Strecken die richtige Einstellung des Sattels. Die Expertin rät deshalb dazu, die Sitzhöcker vermessen zu lassen, um das geeignete Sattelmodell zu finden. Während in den letzten Jahren noch dunkle Töne das Sortiment bestimmt haben, sind in dieser Saison deutlich buntere Farben gefragt.

Positiv sei, dass ein Helm mittlerweile immer mit gekauft werde. Eine rückläufige Entwicklung habe es beim Verkauf von Kinderrädern gegeben. »Ich weiß nicht genau woran es liegt. Vielleicht daran, dass viele Eltern im Internet kaufen«, vermutet Benneker. Davon könne sie aber nur abraten: »Gerade beim ersten Rad ist es wichtig, dass die Einstellungen richtig sind und der Sicherheitsfaktor erfüllt ist.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5761890?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F
Auto mit Protest-Botschaft dringt an Tor des Kanzleramts vor
Ein Auto steht vor dem Tor des Bundeskanzleramts. Auf der Tür ist die Aufschrift «Stop der Globalisierungs-Politik» zu lesen.
Nachrichten-Ticker