Von-Laer-Stiftung kauft Gebäude und richtet neue Wohngruppe ein
Ein Traumhaus für Kinder

Hiddenhausen (WB). Zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, jetzt ist es »amtlich«: Die Von-Laer-Stiftung aus Bielefeld hat das Wohnhaus Lange Brede 72 gekauft. Spätestens Anfang 2019 soll dort eine Kinderwohngruppe mit neun Kindern einziehen.

Donnerstag, 07.06.2018, 10:00 Uhr
In das Haus an der Lange Brede 72 in Schweicheln soll spätestens Anfang 2019 eine Kinderwohngruppe einziehen. Foto: Karin Koteras-Pietsch
In das Haus an der Lange Brede 72 in Schweicheln soll spätestens Anfang 2019 eine Kinderwohngruppe einziehen. Foto: Karin Koteras-Pietsch

»Das 5000 Quadratmeter großen Grundstück war ein Erbpacht-Grundstück der Herforder Brauerei. Der Kauf dieses Grundstückes hat sich hingezogen«, erklärte Joachim Liebe-Freunde, Geschäftsführender Gesamtleiter der Von-Laer-Stiftung, im Beisein von Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer und der beiden Dezernenten Andreas Frenzel und Andreas Homburg die Verzögerung. Inzwischen sei der Kaufvertrag unterschrieben, die Übergabe soll am 1. Juli erfolgen. Die Von-Laer-Stiftung hat Kindertagesstätten und Hilfen zur Erziehung als Schwerpunkte.

»Das Haus an der Lange Brede wurde uns seinerzeit von Karl Fordemann angeboten, der dort mit seinen sieben Geschwistern aufgewachsen ist«, berichtete Liebe-Freund. Bis heute lebt dessen Schwester Barbara Bode, die das 400 Quadratmeter große Haus nach dem Tod des Vaters 2003 geerbt hatte, mit ihrer Familie in der Lange Brede. »Ich freue mich sehr, dass hier eine Kindergruppe einziehen kann. Das Haus ist wie geschaffen dafür. Und für uns ist es viel zu groß«, erzählte Bode.

Acht Kinderzimmer gibt es schon

In der Tat: Das Haus hat allein acht Kinderzimmer, verfügt sogar über ein Bad für Jungen und eins für Mädchen. In der Mitte des Hauses ist ein Atrium. »Es gibt eine große Küche und überhaupt genügend Platz für den Bedarf der Wohngruppe«, sagte Liebe-Freund. Die Stiftung werde das Haus ein wenig umgestalten und renovieren lassen, bevor die Kinder einziehen. So sollen laut Liebe-Freund auf jeden Fall neun Kinderzimmer, Gemeinschaftszimmer und ein Bereitschaftszimmer für die Mitarbeiter eingerichtet werden. Außerdem sollen Verschönerungsarbeiten erfolgen.

Die Jungen und Mädchen, die künftig in der Wohngruppe leben werden, können aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihren Familien sein. Liebe-Freund: »Wir arbeiten eng mit dem Jugendamt und den Familien zusammen. Ziel ist immer, dass die Kinder irgendwann wieder in ihre Familien zurückgeben.« Kinder ab dem Grundschulalter bis zu einem Alter von zwölf Jahre können in das Haus ziehen. Im Einzelfall bleiben sie bis zur Volljährigkeit.

Hausmeister zieht in Einlieger-Wohnung

Vormittags werden die Bewohner von einer Kraft betreut, am Nachmittag sind zwei Mitarbeiter im Haus. »Außerdem wird eine Hauswirtschaftskraft vor Ort sein«, sagte Liebe-Freund und erwähnte unter anderem die Riesenberge an Wäsche, die bei neun Kindern anfielen. »In die Einlieger-Wohnung wird wohl der Hausmeister einziehen«, verriet Barbara Bode.

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