Fr., 12.10.2018

Kämmerer legt Doppelhaushalt für 2019/20 vor Weniger Steuereinnahmen in 2018

Die Gemeinde investiert unter anderem in den Dorfplatz in Eilshausen. Kämmerer Andreas Frenzel (links) und Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer zeigen die Pläne.

Die Gemeinde investiert unter anderem in den Dorfplatz in Eilshausen. Kämmerer Andreas Frenzel (links) und Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer zeigen die Pläne. Foto: Koteras-Pietsch

Hiddenhausen (WB/kop). Ausgeglichener Haushalt? Damit wird es in Hiddenhausen auch diesmal nichts werden. »Das Ergebnis im Entwurf des Doppelhaushaltes bleibt hinter den bisherigen Erwartungen zurück«, kommentierte gestern Kämmerer Andreas Frenzel die Einbringung des Haushaltes für 2019/2020.

Noch vor ein paar Monaten hatte er auf ähnlich gute Zahlen wie im »Rekordjahr 2017« gehofft. Doch ein Rückgang der Gewerbesteuer um etwa 8 bis 12 Prozent im laufenden Jahr hatte diese Hoffnungen zunichte gemacht. Hintergrund, erläuterte Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer, sei zum Beispiel, dass Firmen weniger Steuern zahlten oder die Gemeinde Rückerstattungen für 2017 hätte leisten müssen.

Planungsgrundlage für Frenzel waren neben den Rahmenbedingungen durch Bund, Land und Kreis unter anderem die aktuelle Beschlusslage der politischen Gremien, Steueraufkommen sowie Kostenentwicklungen im Baubereich. Hier würden die Kosten massiv nach oben gehen. Hinzu kommen der vorläufige Jahresabschluss 2017, Vorgaben, wie sich zum Beispiel die Steueraufkommen entwickeln, der Entwurf des Kreishaushaltes oder die Kosten für Investitionen, zum Beispiel für den Kunstrasen in Eilshausen.

34,3 Millionen Euro Ertrag

Demnach rechnet der Kämmerer für 2019 mit Erträgen in Höhe von 34,3 Millionen Euro (35,2 Millionen in 2020). Demgegenüber stehen Aufwendungen von 35,6 Millionen Euro in 2019 und 36,9 Millionen Euro in 2020. In 2019 müssen 2,3 Millionen Euro und in 2020 1,7 Millionen Euro mit Eigenkapital finanziert werden.

Für 2019 sind Investitionen in Höhe von 7,6 Millionen Euro geplant, größte Posten sind dabei die Sanierung der Maschstraße mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro und der Schweichelner Straße für 3,3 Millionen Euro. Für 2019 werden Zuwendungen in Höhe von 3,6 Millionen Euro, vorwiegend vom Land, erwartet (1,9 Mio. für 2020), Kredite sollen in Höhe von 3,6 Millionen Euro aufgenommen werden. Berechnungen für Kredite für 2020 gibt es noch nicht.

Kredite für Investitionen

Der Wirtschaftsplan für die Kommunalbetriebe für 2019 zeigt Erträge in Höhe von 15,2 Millionen Euro, denen stehen Aufwendungen in Höhe von 16,1 Millionen Euro gegenüber. Investiert werden sollen 5,3 Millionen Euro, Kredite für Investitionen sind in Höhe von 3,7 Millionen Euro vorgesehen. Wesentliche Investitionen sind 900.000 Euro für Kanalsanierung, 850.000 Euro für das Gerätehaus Schweicheln, 711.000 Euro für die Sanierung der Sporthalle Schweicheln und 310.000 Euro für die Neugestaltung des Grünabfalllagers des Bauhofs.

Für das Abwasserwerk wird ein positives Ergebnis von 730.000 Euro berechnet. Negative Ergebnisse gibt es beim Gebäudemanagement, den Friedhöfen, bei OGS, Kultur und Bücherei. »Mit den Überschüssen sind wir bei der Gegenfinanzierung auf einem guten Weg, sie entsprechen aber nicht den Wunschvorstellungen«, so Frenzel.

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