Sa., 10.11.2018

Wolfsburger Figurentheater zeigt moderne Fassung von »Frau Holle« Es schneit in der Bücherei

Fasziniert verfolgten die kleinen Besucher des Puppentheaters »Frau Holle« das Spiel von Brigitte van Lindt. Sie erzählte das Grimmsche Märchen auf zeitgemäße, kleinkindgerechte Art.

Fasziniert verfolgten die kleinen Besucher des Puppentheaters »Frau Holle« das Spiel von Brigitte van Lindt. Sie erzählte das Grimmsche Märchen auf zeitgemäße, kleinkindgerechte Art. Foto: Moritz Winde

Hiddenhausen (WB/rkl). Mit großen Augen und offenen Mündern lauschen die Kinder Brigitte van Lindt. Mit ihren Handpuppen und einem wandelbaren Bühnenbild entführt sie die kleinen Zuschauer in eine Fantasiewelt.

Das Märchen, das die Darstellerin des Wolfsburger Figurentheaters den Kindern in der voll besetzen Bücherei erzählte, war eine moderne, für Kinder ab drei Jahren geeignete Version der »Frau Holle«. Wie in der Vorlage der Gebrüder Grimm reisen zwei ungleiche Schwestern, Marie-Laura, im Original die Pechmarie, und die Goldmarie, Marie-Sophie, durch einen Brunnen in das Reich der Frau Holle.

Das Verhalten der Pechmarie amüsiert die Kinder. Foto: Moritz Winde

In den Brunnen fällt jedoch keine Spindel, sondern ein Schal, den Marie-Sophie für ihre Mutter zum Geburtstag gestrickt hat. Marie-Laura würde das Geschenk gerne als das beider Schwestern ausgeben. Es kommt zum Streit, der Schal wird schmutzig und als Laura ihn im Brunnen waschen will, fällt er in die Tiefe und sie gleich mit. So kommt sie zu Frau Holle, in deren Diensten sie sich so gut bewährt, dass sie mit einem goldenen Kleid geschmückt nach Hause geschickt wird. Voller Neid springt auch die faule Schwester in den Brunnen – und kommt bekanntlich in Pech gebadet wieder zurück.

Seidene Flocken

Die Kinder staunten nicht schlecht, als die Puppenspielerin täuschend echte Schneeflocken aus Seidenpapier herabrieseln ließ und sangen begeistert beim Lied »Schneeflöckchen Weißröckchen« mit. Besonders amüsierten sie sich über das Verhalten der Pechmarie, die voller Trotz ihre Zöpfe durch die Gegend warf und trotzig die Anweisungen der Frau Holle ignorierte. Sie gingen sichtlich mit und gaben den Akteurinnen so manchen klugen Tipp.

Van Lindt hatte neben den Menschen-Puppen auch viele andere originelle Figuren mitgebracht. Regisseurin und Texterin Elke Schmidt hatte für sie auch Puppen entworfen, die einen Wurm, ein Schwein und Hahn Jonathan darstellten.

Am Schluss vertrugen sich die Schwestern übrigens wieder und beschlossen, gemeinsam einen neuen Schal zu stricken.

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