Fr., 16.11.2018

Grundschulen: Testräume mit iPads und Bildschirmen ausgerüstet »Digitale Technikmotiviert die Kinder«

Mark Borowski demonstriert die Möglichkeiten der neuen digitalen Ausstattung der Grundschulen. Übungen, die der Medienbeauftragte erarbeitet hat, kann er vom i-Pad auf den Großbildschirm übertragen, so dass alle damit arbeiten können.

Mark Borowski demonstriert die Möglichkeiten der neuen digitalen Ausstattung der Grundschulen. Übungen, die der Medienbeauftragte erarbeitet hat, kann er vom i-Pad auf den Großbildschirm übertragen, so dass alle damit arbeiten können. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Die Digitalisierung der Grundschulen hat begonnen. Nach einer Testphase sind Lehrer-iPads und Großbildschirme für alle Klassenräume der sechs Standorte bestellt worden. Noch in diesem Jahr sollen sie eintreffen. Mitte 2019 erhalten auch die Kinder Tablets.

Mark Borowski, Medienbeauftragter und Lehrer der Paul-Maar-Grundschule in Hiddenhausen, ist begeistert von den neuen Möglichkeiten, die ihm die Kombination von iPad, Apple-TV und Bildschirm bieten. »Ich kann alles, was ich auf meinem Tablet habe, für die Kinder in Groß auf den Bildschirm bringen«, erklärt er. »Zudem kann ich über die Kamerafunktion des iPads Arbeitsergebnisse der Kinder auf den Bildschirm übertragen, so dass wir sie gemeinsam besprechen können.«

Technik ist spannend

Die Jungen und Mädchen fänden die neue Technik natürlich spannend. »Wenn ich ihnen mein iPad gebe und sie dort mit dem Stift etwas schreiben dürfen, das dann alle sehen, ist das schon etwas anderes als einfach ein Übungsblatt auszufüllen«, hat Borowski festgestellt. »Das motiviert die Kinder ganz anders.«

Er kann mit seinem Tablet auf die digitale Version von Schulbüchern zurückgreifen. Aber auch selbst gestaltete Aufgaben, eigene oder You-tube-Filme sowie Lehrmaterial des Medienzentrums stehen ihm zur Verfügung.

iPads für Kinder

Wenn die Kinder im nächsten Jahr ebenfalls zum iPad greifen können – geplant ist die Anschaffung von Endgräten im Verhältnis von 1:3 für alle Jahrgänge –, dann können sie darauf über die Tastatur oder mit dem Stift Aufgaben bearbeiten, die er ihnen zuvor geschickt hat. »Es gibt sogar ein Programm, das die Ergebnisse der Kinder direkt auswertet und ihnen passende Übungsaufgaben gibt, wenn sie noch Förderbedarf haben«, erklärt Borowski.

Der 32-Jährige gehört zu den sechs Lehrkräften der Gemeinde Hiddenhausen, die als Medienbeauftragte fungieren. Er hat zusätzlich eine Moderatorenausbildung bei der Bezirksregierung absolviert und ist damit Teil des Kompetenzteams, das die Kollegen in Fortbildungen mit der neuen Technik vertraut macht. Zudem ist er Ansprechpartner der Gemeinde in Sachen Digitalisierung.

Lehrer begeistert

»Die Kollegen sind begeistert, was alles geht«, hat er festgestellt. Man müsse sich natürlich zunächst einmal hineinfuchsen, doch danach seien die Geräte eine Erleichterung und Zeitersparnis.

Während für die OPG auf Dauer eine 1:1-Ausstattung der Schüler mit Tablets vorgesehen ist, soll es bei den Grundschülern beim Verhältnis 1:3 bleiben. Die iPads werden in Aufladekoffern oder -wagen verwahrt und transportiert.

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