UWG nimmt kritisch Stellung zur Diskussion um Sportplatz im Schlatt
»Bürgerferne Entscheidung«

Hiddenhausen (WB/rkl). Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusssitzung am Donnerstag hat die UWG eine Stellungnahme abgegeben. Eckard Gläsker, Vorsitzender der UWG-Hiddenhausen, nimmt darin Bezug auf die Diskussion zur Zukunft des Sportplatzes im Schlatt.

Montag, 03.12.2018, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 11:48 Uhr
Wenn der Sportplatz im Schlatt verkleinert wird, muss auch das Sportlerheim weichen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Verkleinerung des Platzes und die Bebauung mit drei Eigenheimen. Foto: Moritz Winde
Wenn der Sportplatz im Schlatt verkleinert wird, muss auch das Sportlerheim weichen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Verkleinerung des Platzes und die Bebauung mit drei Eigenheimen. Foto: Moritz Winde

Gläsker erklärt darin, der Gemeindeausschuss habe »ein Paradebeispiel für eine äußerst bürgerferne politische Entscheidung abgegeben«. Entgegen dem durch zirka 30 bis 40 anwesenden Bürgern massiv und einheitlich geäußerten Willen sei ein Beschluss durchgeboxt worden, welcher als Zielvorgabe die Bebauung des Sportplatzes entlang der Schlattstraße mit zunächst drei Wohngrundstücken vorgibt.

»Daran sind alle zukünftigen (Planungs-)Entscheidungen der Gemeinde gebunden«, so Gläsker. Diese Konsequenz aus der Beschlussvorlage sei den betroffenen Bürgern in der vorhergehenden gut einstündigen Diskussion nicht offenbart worden.

Lasst den Bolzplatz so!

»Es sei daran erinnert, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland in einer repräsentativen Demokratie leben«, erläutert der UWG-Vorsitzende. »Das heißt zwar, dass nicht zu jeder hoheitlichen und politischen Entscheidung die gesamte Bürgerschaft abstimmen darf, aber eben die von ihr gewählten politischen Vertreter den Bürgerwillen in ihren Entscheidungen zu repräsentieren haben.«

Das funktioniere aber nur, wenn der Bürgerwillen auch berücksichtigt werde. »Dem war am Donnerstagabend nicht so. Die anwesenden betroffenen Bürger, allesamt in der Umgebung des Sportplatzes wohnend, hatten klar ihren Willen kund getan, den Sportplatz quasi als freien Bolzplatz so zu erhalten, wie er steht und liegt. Mehr nicht, aber auch nicht weniger«, fährt Gläsker fort.

»Es fragt sich dazu wirklich: Wo liegt das Problem (es nicht so zu machen)? Die Gemeinde (eigentlich die Verwaltung) benötigt eine wirtschaftliche Verwertung des Sportplatzes nicht wirklich. Eine Koppelung zur Finanzierung des Kunstrasens auf dem Eilshauser Sportplatz wurde von der Verwaltung klar und deutlich verneint. Die Botschaft zum Bürgerwillen in Hiddenhausen in Bezug auf den dort befindlichen (alten) Sportplatz heißt: Lasst den Bolzplatz so, wie er ist! Das kostet die Gemeinde praktisch kein Geld und die Bürger freuen sich!«

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