Sanierungspläne werden in Fraktionen beraten – Dorf-App und Projekt »Alt bleibt im Dorf« werden gefördert
Drei Varianten für Schweichelner Straße

Hiddenhausen (WB). Die Sanierung der Schweichelner Straße soll am Donnerstag, 13. Dezember, erneut Thema im Rat sein. Die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Betriebsausschusses haben sich darauf geeinigt, die drei Varianten der Umgestaltung bis dahin in ihren Fraktionen zu beraten.

Dienstag, 04.12.2018, 12:15 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 12:20 Uhr
Nicht nur der Radweg entlang der Schweichelner Straße muss dringend saniert werden, auch die Fahrbahn selbst ist marode. Welche der drei möglichen Varianten einer Sanierung am Ende umgesetzt wird, ist am 13. Dezember Thema im Rat. Foto: Ruth Matthes
Nicht nur der Radweg entlang der Schweichelner Straße muss dringend saniert werden, auch die Fahrbahn selbst ist marode. Welche der drei möglichen Varianten einer Sanierung am Ende umgesetzt wird, ist am 13. Dezember Thema im Rat. Foto: Ruth Matthes

Entscheidungen vertagt

Kämmerer Andreas Frenzel hatte in der gemeinsamen Sitzung die drei Optionen vorgestellt. Da ist zunächst die nicht förderfähige Deckensanierung, die einen Jahresaufwand von 74.400 Euro bei einer Investitionssumme von fast 1,8 Millionen Euro bedeuten würde. Wie berichtet sieht die Variante 1 die Fällung der Bäume, die Sanierung von Straße sowie Rad- und Gehwegen und die Schaffung eines schmalen Grünstreifens vor.

Dem gegenüber steht die große Variante 2, bei der auf den südlichen Gehweg verzichtet wird, um die Straße auf 7,50 Meter verbreitern zu können. Auf der Straße würden auf beiden Seiten 1,50 Meter breite Schutzstreifen für Radfahrer geschaffen. Es gebe zwei Fußgängerüberwege. Die Fahrbahn würde eine neue Asphaltbinder- und Deckschicht erhalten. Die Investitionssumme beliefe sich hier zwar auf 3,3 Millionen Euro, so Frenzel. Dafür flössen aber auch knapp 2 Millionen Euro Fördermittel, die den Jahresaufwand auf 48.600 Euro reduzierten.

Geld bewilligt

Die dritte Lösung, bei der für 800.000 Euro ein Dünnschichtbelag aufgebracht würde, kostet jährlich knapp 74.000 Euro. Die Straße wäre nach 25 Jahren nichts mehr wert, im Gegensatz zu Variante 2 mit 1,9 Millionen und Variante 1 mit knapp 1 Million Euro.

Ebenfalls vertagt wurde der Antrag der Grünen, 50.000 Euro für ökologische Ausgleichsmaßnahmen für die dort gefällten Bäume, bereitzustellen sowie deren Idee eines Radwegebudgets von 200.000 Euro jährlich.

Alt bleibt im Dorf

Bereits abgenickt wurde der SPD-Antrag auf Investitionen in Dusche, Umkleide und Rampe am Sportplatz Oetinghausen (130.000 Euro), die Finanzierung von Schwimmunterricht an den Grundschulen (7200 Euro) und die von der CDU beantragten 70.000 Euro, verteilt auf zwei Jahre, für Biotop-Verbesserungen.

Einig war man sich zudem, in die Programme »Jung kauft Alt« und »Alt bleibt im Dorf« in 2019 und 2020 insgesamt 90.000 Euro mehr zu investieren und für 15.000 Euro eine Dorf-App auflegen zu lassen, die über Aktivitäten in allen Ortsteilen informiert. Damit wurde eine Idee der Dorfwerkstatt in Sundern aufgenommen. In Oetinghausen war eine Brücke zum NP-Markt gewünscht worden, hier sollen 17.000 Euro eingestellt werden.

Die von der CDU angeregte Verbesserung der Beleuchtung im Umfeld von Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen ist den Politikern 50.000 wert, der von der SPD gewünschte Schulradweg an der Mittelpunktstraße 70.000 Euro.

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