Fr., 28.12.2018

Schon 49 Anträge in diesem Jahr – 2007 waren es elf Großes Interesse an »Jung kauft Alt«

Andrea, Melina und Tim Stroba vor ihrem neuen Haus, das sie mit Hilfe des Förderprogramms »Jung kauft Alt« gekauft haben. Seit 2007 wurden insgesamt 526 Hauskäufe gefördert. Vor allem junge Familien profitieren.

Andrea, Melina und Tim Stroba vor ihrem neuen Haus, das sie mit Hilfe des Förderprogramms »Jung kauft Alt« gekauft haben. Seit 2007 wurden insgesamt 526 Hauskäufe gefördert. Vor allem junge Familien profitieren. Foto: Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Die Nachfrage nach Fördermitteln für die Nachnutzung von Altimmobilien ist seit Bestehen des Förderprogramms in 2007 ungebrochen hoch: Das zeigt die Anzahl von insgesamt 526 Förderungen.

Die Zahl der Förderanträge ist von elf Anträgen in 2007 (2008: 29, 2009: 43, 2010: 44, 2011: 50, 2012: 47, 2013: 45, 2014: 55, 2015: 54, 2016: 53, 2017: 46) auf 49 Anträge in 2018 gestiegen.

Im Jahr 2018 wurden der Erwerb von insgesamt 389 Altbauten (laufende Fälle) sowie die Erstellung von insgesamt acht Altbaugutachten durch die Gemeinde Hiddenhausen gefördert. In den Förder­haushalten leben 372 Kinder, das heißt in jedem geförderten Altbau wohnt in etwa statistisch gesehen ein Kind. Erfreulich für die Gemeinde Hiddenhausen sei die Geburt von 129 Babys innerhalb des Förderzeitraumes, die in den geförderten Haushalten leben, sagt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer.

Zielgruppe erreicht

Die mit dem Förderprogramm angesprochene Zielgruppe – junge Paare und Familien mit Kindern – wurde dabei erreicht: Über die Hälfte der Förderungen betreffen Haushalte mit Kindern (Familien bzw. Alleinerziehende). Knapp 50 Prozent der Kinder sind im Kindergartenalter und 25 Prozent im Grundschulalter.

»Besonders bemerkenswert ist, dass die Gemeinde Hiddenhausen nicht nur junge Familien halten, sondern auch junge Neubürgerinnen und Neubürger gewinnen konnte, denn knapp 60 Prozent der geförderten Haushalte sind in die Gemeinde zugezogen«, freut sich Rolfsmeyer.

Der Erfolg des kommunalen Förderprogramms »Jung kauft Alt – Junge Menschen kaufen alte Häuser« werde auch dadurch belegt, dass die Einschränkung der Ausweisung von Neubaugebieten auf die Größe eines Fußballfeldes (0,94 Hektar) seit Bestehen des Förderprogramms in 2007 bis heute nicht zu einer negativen Wanderungsbilanz führe: Denn während in 2007 die Wegzüge die Zuzüge um 200 Personen überstiegen, fällt in den letzten beiden Jahren (2017 bis 2018) die Bilanz erneut positiv aus (mehr Zu- als Wegzüge). Auch die Anzahl der drei- bis fünfjährigen Kinder ist von 426 Kindern in 2007 auf 484 Kinder in 2018 gestiegen.

»Strukturwandel früh eingeleitet«

Rolfsmeyer: »Mit dem Förderprogramm werden die immer knapper werdenden Freiflächenressourcen nachhaltig geschont, gewachsene Quartiere wieder mit jungem Leben gefüllt, die Auslastung der vorhandenen Infrastruktur verbessert sowie Kindergärten und Schulen gestärkt. Damit hat die Gemeinde den Strukturwandel früh eingeleitet. «

So ergeben sich für die Gemeinde, für die Verkäufer von Gebrauchtimmobilien durch den Werterhalt ihrer Häuser (Angebot und Nachfrage regeln den Preis) und für die Käufer durch die finanzielle Unterstützung und die Vorzüge einer gewachsenen Nachbarschaft mit der Nähe zu Kindergärten, Schulen, ÖPNV und Einkaufsmöglichkeiten positive Effekte.

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