Erdgas-Konzessionsvertrag im Hiddenhauser Rathaus unterschrieben
Stadtwerke Herford bleiben Partner

Hiddenhausen (WB). Die Großgemeinde Hiddenhausen hat jetzt den Stadtwerken Herford das Recht eingeräumt, bis Ende 2038 ihre öffentlichen Verkehrswege für Bau und Betrieb des Gasversorgungsnetzes zu nutzen. Den entsprechenden Erdgas-Konzessionsvertrag haben Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer und der Prokurist und technische Leiter der Stadtwerke, Michael Rolf, im Rathaus der Gemeinde unterschrieben.

Mittwoch, 09.01.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 15:38 Uhr
Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer (2 . von links) und der technische Leiter der Stadtwerke Michael Rolf (2. von rechts) unterzeichnen den Erdgas-Konzessionsvertrag, den Martina Hackländer und Andreas Frenzel mit vorbereitet haben. Foto: Stefan Wolff
Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer (2 . von links) und der technische Leiter der Stadtwerke Michael Rolf (2. von rechts) unterzeichnen den Erdgas-Konzessionsvertrag, den Martina Hackländer und Andreas Frenzel mit vorbereitet haben. Foto: Stefan Wolff

»Der Vertrag gibt den Stadtwerken das Recht, auf dem Gebiet der Gemeinde in den nächsten 20 Jahren Gasleitungen zu verlegen und zu reparieren«, so das Gemeindeoberhaupt. Aktuell fließt das Erdgas in Hiddenhausen durch rund 115 Kilometer lange Versorgungsleitungen und erreicht dann über insgesamt 61 Kilometer lange Hausanschlussleitungen etwa 6000 Gebäude. Der bisherige Erdgas-Konzessionsvertrag, den das Herforder Versorgungsunternehmen noch mit der damaligen Gas- und Wasserversorgung Hiddenhausen GmbH geschlossen hatte, endete am 31. Dezember. 2003 übertrug die Gemeinde die GmbH an die Herforder Stadtwerke und erhielt dafür eine Beteiligung an dem Unternehmen in Höhe von 8,98 Prozent.

Am Ende gab es nur noch einen Bewerber

Mit der Gelsenwasser AG gab es anfangs noch einen zweiten Interessenten an der Erdgas-Konzession, doch das Unternehmen verlor schon frühzeitig das Interesse an dem Geschäft mit Hiddenhausen. So waren die Stadtwerke schließlich die einzigen Bewerber um die Erdgas-Konzession. Dabei mussten sie sich strengen Kriterien unterziehen, die die Gemeinde in öffentlicher Sitzung und mit Rechtsbeistand zuvor erarbeitet hatte.

»Der Kriterien-Katalog hat sich aus den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes ergeben«, sagt die stellvertretende Leiterin des Amts für Finanzwesen, Martina Hackländer. Die Gemeinde habe kaum Spielraum gehabt. Ein wichtiges Kriterium sei die Versorgungssicherheit gewesen, so Kämmerer Andreas Frenzel.

»Mit den Stadtwerken Herford hat die Gemeinde einen Partner, den sie gut kennt und der auch einen örtlichen Bezug zu Hiddenhausen hat«, freut sich Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Die Nähe zu Hiddenhausen sei ebenfalls von Vorteil, denn die Stadtwerke seien verpflichtet, im Falle einer Störung des Erdgasnetzes innerhalb von 30 Minuten mit ihrer Behebung zu beginnen.

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