Biostation und NABU im Kreis Herford präsentieren Programmheft – erstmals lyrische Naturkunde
Pilze, Piepmätze und Poesie

Herford (WB). Ob Amphibien-Exkursion im Stuckenberg, Vögelbeobachtung im Enger Bruch, Kräuter zum Genießen auf Gut Bustedt oder Pilzsammlung im Wiehengebirge: Das Jahres-Programm der Biologischen Station Ravensberg und des BUND Herford ist da.

Mittwoch, 23.01.2019, 21:21 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 22:00 Uhr
Thomas Wehrenberg (Biostation/von links), Peter Franzeck, Bufdi Julia Denecke (NABU), Siegfried Lux (Sparkassen-Stiftung) und Klaus Nottmeyer (Biostation) zeigen das Programm. Foto: Moritz Winde
Thomas Wehrenberg (Biostation/von links), Peter Franzeck, Bufdi Julia Denecke (NABU), Siegfried Lux (Sparkassen-Stiftung) und Klaus Nottmeyer (Biostation) zeigen das Programm.
Pilz-Exkursion durch das Wiehengebirge, 25. August: Die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt Experte Klaus Störmer.

Pilz-Exkursion durch das Wiehengebirge, 25. August: Die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für die Tier- und Pflanzenwelt erklärt Experte Klaus Störmer. Foto: dpa

Also nix wie runter vom Sofa und raus an die Luft! »Leider ist es heute gar nicht mehr so einfach, die Leute für ihre Landschaft zu begeistern«, bedauert Peter Franzeck (BUND). Mit den 31 Seminaren der 20 Dozenten hoffen die Umweltschützer, auch die hartnäckigsten Stubenhocker nach draußen zu locken.

Das solle allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger geschehen, sondern »wir wollen Natur zum Erlebnis machen«, sagt Siegfried Lux von der Sparkassen-Stiftung, die sich wieder an der Finanzierung des Projekts beteiligt hat.

Das Heft ist in einer Auflage von 3000 Stück erschienen und liegt in Rathäusern, Tourist-Infos und Buchhandlungen des Kreises Herford aus. Die meisten Kurse sind kostenlos.

Auf dem Hefttitel ist eine Feldlerche abgebildet. Der herrliche Gesang der Frühjahrsbotin sei erschreckend selten geworden, sagt Biostations-Chef Klaus Nottmeyer. Dem Vogel des Jahres 2019 wird im November ein ganz besonderer Abend gewidmet. Der Herforder Buchhändler Dirk Strehl trägt literarische Texte vor, in denen die Alauda arvensis – so lautet der wissenschaftliche Name – eine Rolle spielt.

Obstbaumschnitt in Löhne, 2. Februar: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen etwa dreijährigen Baum unter der Anleitung von Fachmann Georg Borchard zu schneiden.

Obstbaumschnitt in Löhne, 2. Februar: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen etwa dreijährigen Baum unter der Anleitung von Fachmann Georg Borchard zu schneiden. Foto: dpa

Was viele nicht wissen: Die Feldlerche ist auch im Wortsinne ein »Kulturvogel«, hat sie es doch mit ihrem Gesang in zahlreiche Werke der Dichtkunst geschafft. Nottmeyer ergänzt die Lesung im Marta-Café – auch durch Berichte seiner teilweise verzweifelten Bemühungen um den Schutz der Art.

Um Poesie und Piepmätze dreht sich’s auch bei der literarischen Naturkunde Mitte Juli im Stuckenberg. Lyriker Hellmuth Opitz aus Bielefeld wird einige seiner bildreichen Gedichte vortragen, die sich mit Flora und Fauna befassen. »Wir wollen mit diesem erstmaligen Angebot ein neues Klientel ansprechen«, sagt Klaus Nottmeyer.

Das Jahr beginnt allerdings nicht gefühlvoll, sondern ganz praktisch. Am ersten Februarsamstag stehen gleich zwei Seminare an: Obstbaumschnitt und kreativ mit Weiden basteln. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollte man sich fix anmelden, raten die Organisatoren. Und für Kinder gibt es sogar ein ganz eigenes Programm.

Fledermaus-Exkursion im Herforder Aawiesenpark, 30. April: Bernd Meier-Lammering nimmt die Teilnehmer mit in die Welt der nächtlichen Jäger. Die Tiere können hautnah erlebt werden.

Fledermaus-Exkursion im Herforder Aawiesenpark, 30. April: Bernd Meier-Lammering nimmt die Teilnehmer mit in die Welt der nächtlichen Jäger. Die Tiere können hautnah erlebt werden. Foto: dpa

 

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