60 Schüler aus Hiddenhausen demonstrieren vor dem Rathaus – mit Video
Blau machen für den Klimaschutz

Hiddenhausen (WB). Unter dem Motto »Fridays for Future« sind am Freitag Tausende Schüler in Deutschland auf die Straßen gegangen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren – und haben dabei zum Teil den Unterricht geschwänzt. Auch in Hiddenhausen waren etwa 60 junge Demonstranten unterwegs.

Samstag, 26.01.2019, 03:30 Uhr aktualisiert: 27.01.2019, 16:39 Uhr
Bunte Plakate, klare Aussagen: Etwa 60 Schüler demonstrieren vor dem Rathaus in Lippinghausen für den Klimaschutz. Fotos: Lukas Brekenkamp

»Wir sind hier, wir sind laut – weil ihr uns die Zukunft klaut« oder »Umweltschutz statt Kohleschmutz« schreien die etwa 60 Schüler vor dem Rathaus in Lippinghausen bei eisiger Kälte. »Wir nehmen uns ein Beispiel an der schwedischen Schülerin Greta Thunberg«, sagt Phöbe Schröder. Sie hat die Demonstration bis 13.30 Uhr angemeldet und steht mit ihrem Megafon vor den Schülern.

Greta Thunberg gilt als Vorbild der »Fridays for Future«-Demonstrationen der Schüler in ganz Deutschland. Die 16-jährige Schwedin demonstrierte regelmäßig freitags vor dem schwedischen Reichstag. Seitdem wurde ihre Aktion vielfach nachgeahmt.

Berlin, Bielefeld – Hiddenhausen

So etwa am Freitag in Berlin, wo Tausende Schüler aus ganz Deutschland auf die Straße gingen. Oder wie bereits vergangenen Freitag in Bielefeld. Etwa 600 Jugendliche demonstrierten vor dem Rathaus. Mit dabei: Phöbe Schröder, die in der Bielefelder Greenpeace-Gruppe aktiv ist. »Die Demo in Lippinghausen ist die erste, die ich führe«, gesteht sie.

»Es geht um unsere Zukunft!«, betont Phöbe Schröder. »Es ist kein Geheimnis, was der Klimawandel mit sich bringt.« Mit der Protestaktion wollen die Schüler, die größtenteils von der Olof-Palme-Gesamtschule kämen, laut der 18-jährigen Abiturientin ein klares Zeichen in Richtung Politik senden.

Unentschuldigte Fehlstunden sind Konsequenz

Sie betont auch, dass sich die Demo nicht gegen die Schule richte. Denn dem Unterricht sind wohl einige der Teilnehmer fern geblieben. Die Konsequenz: unentschuldigte Fehlstunden.

Oliver Leimbrock, kommisarischer Schulleiter der OPG, betont: »Es besteht Schulpflicht. Wenn jemand dieser nicht nachkommt, wird das natürlich dokumentiert.« Schüler vom Unterricht für diese Demo befreien, könne er nicht. »Mehr als darauf hinweisen, dass es eine schulgesetzliche Pflicht gibt, können wir nicht tun«, sagt Leimbrock.

Ob es in Hiddenhausen bei dieser einen Demo bleibe, sei laut Phöbe Schröder unklar. Organisiert hätten sich die Schüler über eine Whats-App-Gruppe.

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