OPG-Schüler zeigen extravagante Arbeiten in der Rathaus-Galerie
Kunst darf auch unartig sein

Hiddenhausen (WB). Muss Kunst immer »ARTig« sein? Nein, finden die Schüler der Olof-Palme-Gesamtschule, sie darf sogar ziemlich unartig sein! Ihre Werke zu dem Thema sind noch bis zum 22. März in der Galerie des Rathauses zu sehen. Freitagabend war die Eröffnung.

Montag, 28.01.2019, 13:00 Uhr
100 Werke von Schülern der Olof-Palme-Gesamtschule werden in der Rathaus-Galerie gezeigt, die Eröffnung war am Freitagabend. In den kreativen Kunstwerken geht es nicht immer artig zu, sondern auch sehr unkonventionell. Die Phantasie wird beflügelt und die Schüler darin gefördert. Foto: Sophie Hoffmeier
100 Werke von Schülern der Olof-Palme-Gesamtschule werden in der Rathaus-Galerie gezeigt, die Eröffnung war am Freitagabend. In den kreativen Kunstwerken geht es nicht immer artig zu, sondern auch sehr unkonventionell. Die Phantasie wird beflügelt und die Schüler darin gefördert. Foto: Sophie Hoffmeier

Schüler haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen

Eines der Bilder direkt neben dem Eingang zeigt eine Maus, die Marzipankuchenmehl macht. Sie hängt direkt über einem Nummern niesenden Nashorn und neben einem Delfin, der an einen dauerkranken Dachs denkt. Hier haben sich die Fünftklässler der Schule mit Alliterationen befasst und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.

Es sind nur drei der knapp 100 kreativen Werke aus sechs Jahrgangsstufen, die in der Galerie ihren Platz gefunden haben. Sie spiegeln das Motto »ARTig?!« wieder. Lehrerin Theresa Röhr hat die Werke zusammen mit ihren Kollegen aus dem Fach Kunst ausgewählt.

Blaues Optimismus-Monster

Den Ausschlag für die Wahl des Wortspiel-Oberthemas gab Maximilian Paul mit seinen Zeichnungen vom blauen Optimisten-Monster. Es streckt seinem Betrachter frech die Zunge raus. »Kunst muss nicht immer artig sein, sondern darf sich auch trauen, Neues zu wagen«, erklärt Röhr. »Die Kinder schaffen Werke, die aus gesellschaftlichen Konventionen herauswachsen und das finden wir sehr gut.«

Ein gutes Beispiel dafür sind Zeichnungen von Schülern, die sich mit dem Thema »Faltenwurf« auseinandergesetzt haben. Frech sind dabei die Bildausschnitte, die von ihnen ausgewählt wurden. Aus den Bildern wird nicht ersichtlich, wie die Person eigentlich aussieht. Stattdessen ist mal nur ein Arm zu sehen oder ein Kinn. Neben den Werken an den Wänden, sind vereinzelt auch Modelle ausgestellt.

Traumhäuser aus Karton gestaltet

Amily Kahl und Elena Tiede aus der 10. Klasse haben sich überlegt, wie ihre Traumhäuser aussehen könnten und sie dann aus Karton gestaltet. Die »9Kiwi« entwarf eine Drahtskulptur, bestehend aus vielen kleinen Insekten. »Für wen es hier zu kribbelig wird, liegt eine Fliegenklatsche gleich dabei«, sagt Theresa Röhr.

Schöne Erlebnisse für die Rathaus-Besucher

Bereits zum 31. Mal stellt die Gesamtschule im Rathaus aus. »Das ist nicht nur eine Galerie, sondern auch ein Flur. Und mit Euren Werken sorgt Ihr für viele schöne Erlebnisse, wenn Besucher hier durchgehen«, sagt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer in seiner Begrüßung bei der Eröffnung am Freitag. Außerdem hob er das Spektrum an ausgestellten Werken hervor.

Einige Schüler aus dem Fach »Darstellen und Gestalten« schufen lebendige Kunst und stellten sich eingehüllt in rote Stoffüberzüge selbst zu Skulpturen auf. Der Schulchor sang »You raise me up«. Sophie und Jule aus der 5. Klasse bewiesen, dass die OPG-ler nicht nur im Zeichnen kreativ sind – sie stellten ihren selbst geschriebenen Song »No one is perfect« vor.

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