Mehr als 100 Sammler sichern sich beim Tauschtag in Hiddenhausen den Sonderstempel
Heiß begehrt: da Vincis vitruvianischer Mann

Hiddenhausen (WB). »Wir Briefmarkensammler sind Frühaufsteher«, sagte Hans-Joachim Soll. Und so sind am Sonntagmorgen um 10 Uhr schon viele Philatelisten auf den Beinen, um ihre Sammlung beim 9. Wittekind-Tauschtag um das ein oder andere Fundstück zu erweitern.

Dienstag, 29.01.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 19:08 Uhr
Hans-Joachim Soll, 2. Vorsitzender der Briefmarkengilde, holt sich von Kerstin Weisching-Modnke den Sonderstempel, der anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci dessen berühmte Studie, den vitruvianischen Mann, zeigt. Foto: Sophie Hoffmeier
Hans-Joachim Soll, 2. Vorsitzender der Briefmarkengilde, holt sich von Kerstin Weisching-Modnke den Sonderstempel, der anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci dessen berühmte Studie, den vitruvianischen Mann, zeigt. Foto: Sophie Hoffmeier

Eine Errungenschaft war wie in jedem Jahr besonders begehrt: Der eigens und exklusiv für den Tag ausgeteilte Sonderstempel der deutschen Post. Dieser stand im Zeichen des 500. Todestages von Leonardo da Vinci. Mehr als 100 Sammler kamen den Tag über, um ihre Alben zu komplettieren.

Am 2. Mai 1519 verstarb der Künstler und Ingenieur. Da Vinci gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Er schuf nicht nur Kunstwerke, sondern auch eine große Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Maschinen, Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen. Somit hatte die Briefmarkengilde Wittekind Herford eine große Anzahl an Motiven, die sie für den Stempel hätten aussuchen können.

Berühmte Proportionsstudie

Die Wahl fiel auf die Proportionsstudie des Menschen nach Vitruv aus dem Tagebuch da Vincis, den berühmten »vitruvianischen Menschen«. »Da Vinci hat zwar nichts mit Briefmarken zu tun, weil es diese natürlich damals noch nicht gab. Aber mit dem Stempel wollen wir an ihn als bedeutsamen Mann erinnern«, erklärte Hans-Joachim Soll, 2. Vorsitzender der Briefmarkengilde.

Klaus Dülberg zeigt die kleine Sammlung, die er rund um die Sondermarke mit der Mona Lisa zusammengestellt hat.

Klaus Dülberg zeigt die kleine Sammlung, die er rund um die Sondermarke mit der Mona Lisa zusammengestellt hat. Foto: Hoffmeier

Zu den berühmtesten Werken Da Vinci’s gehört die Mona Lisa. Das Gemälde zierte anlässlich des 500. Geburtstages des Gelehrten im Jahr 1952 bereits eine Briefmarke. Wie diese Marke aussieht, das konnten sich die Besucher im Ausstellungsbereich anschauen, den die Briefmarkenfreunde im hinteren Teil des Rabeneck-Hauses aufgestellt hatten.

Erfolg bei German Team Challenge

Ehrenvorsitzender Klaus Dülberg hatte diese noch in seinem Fundus und eigens für den Tauschtag eine kleine Sammlung spontan zusammengestellt. Er sammelte Marken zur Bundesrepublik in den Jahren 1949 bis 1959 und kann auf einen Bestand von 18 Alben zurückgreifen.

Die Sammlung hat ihren Platz gefunden neben Auszügen aus preisgekrönten Ausstellungssammlungen, mit denen der Verein sehr erfolgreich an der German Team Challenge teilnimmt. Hier konnten Besucher unter anderem eine Sammlung zu Hexen bestaunen, die seit letztem Jahr um einen weiteren Kasten mit Sammelstücken von Stefanie Moritz ergänzt wurde.

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