Gemeinde Hiddenhausen will bis Anfang 2022 alle Bushaltestellen sanieren
Barrierefrei in den Bus

Hiddenhausen (WB). Das Warten auf oder das Einsteigen in den Bus kann manchmal ganz schön problematisch sein. In der Gemeinde Hiddenhausen werden in den nächsten Jahren alle Bushaltestelle – immerhin fast 50 – überarbeitet.

Dienstag, 29.01.2019, 20:00 Uhr
Wenn der Bordstein zu niedrig ist, wie hier in der Rathausstraße, kann das Einsteigen in den Bus schon mal schwierig werden. Foto: Koteras-Pietsch
Wenn der Bordstein zu niedrig ist, wie hier in der Rathausstraße, kann das Einsteigen in den Bus schon mal schwierig werden. Foto: Koteras-Pietsch

Hinweis auf Personenbeförderungsgesetz

Wie Alexander Graf, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung, am Montagabend im Gemeindeentwicklungsausschuss betonte, müssen laut Personenbeförderungsgesetz zum 1. Januar 2022 alle Bushaltestellen barrierefrei sein.

Im ersten Schritt werden in der Gemeinde neun Haltestellen neu gestaltet: Rathausstraße Nord und Süd, Feuerwehr West und Ost an der Löhner Straße sowie Wortmann, Masch Nord und Süd und Brandhorst Nord und Süd entlang der Maschstraße.

Umbau für Gelenkbusse

Letztere fünf Haltestellen sind bereits ausgeschrieben und werden im Zuge der Sanierung Maschstraße barrierefrei umgebaut. Für die Ausschreibung der Haltestellen Rathausstraße und Feuerwehr gab der Ausschuss am Montag sein OK. Zuvor hatte Verena Busse vom Ingenieurbüro Bockermann Fritze die Planung vorgestellt. Demnach werden die Haltestellen eine Länge von 18 Metern erhalten, damit ein Gelenkbus hier problemlos halten kann.

Der Bordstein wird dort, wo vorhanden, von 11,5 Zentimetern auf 18 Zentimeter angehoben. »So können Menschen mit Einschränkungen besser in den Bus einsteigen«, erläuterte Verena Busse. Wenn der Bordstein auf einer Länge von 18 Metern angehoben wird, bedeutet dies eine Sanierung des gesamten Gehwegs inklusive neuer Pflasterung auf einer Gesamtlänge von 22 Metern.

Hilfe für Sehbehinderte

Für Geh- und Sehbehinderte werden zudem taktile Leitelemente wie Rippen- und Nockenplatten aufgebracht. In der Rathausstraße muss die Bushaltestelle auf der Südseite in Richtung Grundschule verlegt werden, da die Straße für gegenüberliegende Haltestellen nicht breit genug ist. Auf der Nordseite gibt es ein neues Wartehäuschen, ebenso wie an den Haltestellen Brandhorst.

Kosten von 178.600 Euro

Für die Sanierung der ersten neun Haltestelle müssen an Baukosten 178.600 Euro investiert werden, hinzu kommen Planungsausgaben in Höhe von 7124 Euro. Vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) erhält die Gemeinde eine Förderung in Höhe 163.800 Euro. Dafür müssen die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Im nächsten Schritt, so stellte Alexander Graf im Ausschuss vor, sollen die Haltestellen Eilshauser Kreuzung Ost und West, Holtstraße Nord und Süd sowie Am Kleinbahnhof Ost und West saniert werden. Die Politiker beschlossen, die Förderung für diese Haltestellen zu beantragen.

Seniorenbeirat vorher einbeziehen

Christa Gante (Senioren- und Behindertenbeirat) hatte in der Sitzung moniert, dass der Beirat nicht rechtzeitig in die Überlegungen einbezogen wurde. Der Ausschuss gelobte Besserung.

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