Mi., 20.02.2019

Waschen, schneiden, föhnen: Anke Dressel eröffnet Hundesalon Runter mit dem Fell

Begeistert scheint Jack Russel Lola nicht zu sein. Dennoch lässt sie sich geduldig von Hundefriseurin Anke Dressel ihr Fell trimmen. Die 45-Jährige ist eigentlich gelernte Friseurin. Jetzt hat sie in Schweicheln einen eigenen Hundesalon eröffnet.

Begeistert scheint Jack Russel Lola nicht zu sein. Dennoch lässt sie sich geduldig von Hundefriseurin Anke Dressel ihr Fell trimmen. Die 45-Jährige ist eigentlich gelernte Friseurin. Jetzt hat sie in Schweicheln einen eigenen Hundesalon eröffnet. Foto: Koteras-Pietsch

Von Karin Koteras-Pietsch

Hiddenhausen (WB). Anke Dressel ist gelernte Friseurin. Nach der Familienphase im Beruf wieder Fuß zu fassen, gelang nicht. Heute schneidet und frisiert sie aber wieder. Die Hiddenhauserin hat einen Hundesalon eröffnet.

Einen großen Unterschied zu der Arbeit mit Menschen hat Anke Dressel schnell festgestellt: »Hunde halten nicht still.« Waschen, schneiden und föhnen gestaltet sich manchmal schwierig. »Die größte Herausforderung ist mein eigener Hund Barny«, erzählt die 45-Jährige. Den Berner Sennenhund bekommt sie kaum auf den Tisch. Der kleine Jack Russel macht es ihr da leichter. Geduldig lässt Lola sich mehr als eine Stunde lang trimmen. »Dabei wird das alte abgestorbene Fell herausgebürstet, damit das neue Fell schön nachwachsen kann«, erklärt die Hundefriseurin.

Pudel-Locken glatt föhnen

Obwohl Anke Dressel natürlich mit Kamm und Schere umgehen kann, hat sie sechs Wochen lang in einem 3000 Euro teuren Seminar in einem Salon in Bielefeld alles erfahren, was ein Hundefriseur wissen und beherrschen muss. Anatomie des Hundes, Pathologie, Rassekunde, Fellkunde, der Umgang mit Hunden, Parasiten erkennen, Buchführung – theoretisch gab es eine Menge zu lernen. Es folgte der praktische Unterricht. Natürlich werden da auch schon mal die Krallen geschnitten, das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Fell des Hundes. Und hier gibt es große Unterschiede.

»Der aufwendigste Hund«, hat Anke Dressel erfahren, »ist der Pudel.« Etwa vier Stunden müsse man für einen solchen Hund einplanen. »Zuerst wird das Fell glatt geföhnt, bis keine Locke mehr da ist. Dann wird der Oberkörper mit einem Rasierer geschnitten, der Rest komplett mit einer Schere, weil das Fell so fest ist«, beschreibt Anke Dressel ihre Arbeit. Pudel seien aber glücklicherweise sehr intelligente und entspannte Tiere. Die hätten kein Problem damit, so lange still zu halten. Und Anke Dressel natürlich auch nicht. Mit Ruhe und Geduld bringt sie Fell in Form.

Lackierte Nägel oder buntes Fell

Der schwierigste Hund, weiß sie aus ihrer Ausbildung, sei der Shih Tzu. Er habe ein sehr langes Fell, das bis zum Boden reiche und schnell verfilze. Deshalb müsse es regelmäßig gebürstet werden. Und auch das Schneiden am Gesicht sei eines Herausforderung.

Apropos schneiden: Nicht jedes Fell darf geschnitten werden. Terrier beispielsweise werden, wie gesagt, getrimmt. »Rasiert man einen Terrier, verliert das Fell seine Farbe«, erzählt Anke Dressel.

Neben der üblichen Fell-Pflege bietet sie auch Ausgefallenes an: »Wenn gewünscht, lackiere ich Nägel, färbe das Fell oder sprühe mit Schablonen Muster auf. Lässt sich doch alles wieder auswaschen«, schmunzelt sie.

Mit ihrem Salon »Holly Wuff« an der Herforder Straße 209 in Schweicheln hat sich Anke Dressel einen Traum erfüllt: »Ich habe etwas Eigenes und darf auch noch mit Hunden arbeiten.«

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