Sa., 23.02.2019

Feuerwehr-Einsatz am Max-Frisch-Weg in Hiddenhausen – Brandursache unklar Kind (2) bei Wohnungsbrand schwer verletzt

Im Dachgeschoss dieses Mehrfamilienhauses am Max-Frisch-Weg in Hiddenhausen ist am Samstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Die Ursache ist noch unklar. Vier Menschen wurden bei dem Brand verletzt.

Im Dachgeschoss dieses Mehrfamilienhauses am Max-Frisch-Weg in Hiddenhausen ist am Samstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Die Ursache ist noch unklar. Vier Menschen wurden bei dem Brand verletzt. Foto: Peter Monke

Von Peter Monke

Hiddenhausen (WB). Bei einem Wohnungsbrand am Max-Frisch-Weg sind am Samstagnachmittag vier Menschen verletzt worden. Ein Kind (2) erlitt schwere Brandverletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber nach Hamm in eine Spezialklinik geflogen werden. Es schwebt nach erfolgreicher Operation aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Wie es zu dem Feuer im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen kam, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Laut Einsatzleiter Bernd Gante, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hiddenhausen, brach das Feuer im Wohnzimmer der Wohnung aus. Dort soll sich auch das Kind die schweren Verletzungen zugezogen haben. Der Alarm bei der Feuerwehr sei um 15.27 Uhr eingegangen.

Feuerwehr rettet drei Menschen von Balkon

»Zunächst war unklar, ob sich das Kind und weitere Personen noch im Haus aufhalten. Deshalb ist zuerst ein Suchtrupp losgeschickt worden«, sagte Gante. Nachdem klar war, dass die Dachgeschosswohnung leer war, habe man sofort mit den Löscharbeiten begonnen und das Feuer recht schnell unter Kontrolle bringen können.

Drei Personen habe man vom Balkon einer Wohnung im zweiten Obergeschoss evakuieren müssen. Zwei von ihnen konnte die Feuerwehr mit Hilfe einer Drehleiter in Sicherheit bringen.

Die dritte Person sei gehbehindert gewesen, sie musste über das Treppenhaus ins Freie gebracht werden. Durch die Aufregung habe die Dame hyperventiliert, berichtete Gante. Ein Notarzt habe sich um die Frau gekümmert.

Zu den Verletzten gehört auch die Mutter des schwer verletzten Kindes. Sie musste psychologisch betreut werden.

Auch ein Feuerwehrmann zog sich bei dem Einsatz leichte Verletzungen zu. Er gehörte zu den ersten Löschkräften in der Dachgeschosswohnung, rutschte auf den von Ruß und Löschwasser glatten Stufen im Treppenhaus aus und prellte sich die Schulter

Dachgeschosswohnung vorerst unbewohnbar

Nachdem das Feuer gelöscht war, stellten Feuerwehrmänner einen großen Ventilator vor den Hauseingang, um den Rauch aus dem Treppenhaus zu bekommen. Beide Wohnungen im Dachgeschoss sind vorerst unbewohnbar. Zur Schadenshöhe wollte sich Gante nicht äußern. Im Einsatz war die gesamte Hiddenhauser Feuerwehr.

Unterstützung bekamen die Einsätzkräfte vom benachbarten Haus Stephanus und vom Deutschen Roten Kreuz: Betroffene und Angehörige fanden dort eine erste Anlaufstelle und Betreuung bei Kaffee und Keksen. »Das hat ganz wunderbar geklappt«, lobte Gante.

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