Sa., 16.03.2019

Verein möchte mit Bewohnern Zukunftsideen für das Dorf sammeln Pro Sundern lädt zu erstem Stammtisch

Andreas Torkler, Egon Schäffer und Dr. Kai-Uwe Spanhofer (von links) laden zum Stammtisch der Pro Sundern.

Andreas Torkler, Egon Schäffer und Dr. Kai-Uwe Spanhofer (von links) laden zum Stammtisch der Pro Sundern. Foto: Ruth Matthes

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). »Bei den Dorfwerkstätten sind wir mehrfach gefragt worden, wer denn Pro Sundern eigentlich ist«, erzählt Vorsitzender Andreas Torkler. Um den Verein den Sunderanern vorzustellen und neue Ideen für das Dorf zu sammeln, lädt der Vorstand nun zum ersten Stammtisch in die Herforder Wirtschaft ein.

Treffpunkt am Dienstag, 19. März

Treffpunkt ist am Dienstag, 19. März, um 19.30 Uhr in der Herforder Wirtschaft. »Wir planen, uns künftig alle drei Monate zu treffen«, ergänzt Torkler.

Verein soll Veranstaltungen koordinieren

»Das Ziel von Pro Sundern ist es nicht, viele Mitglieder zu gewinnen«, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Pfarrer Dr. Kai-Uwe Spanhofer. »Der Verein ist als Rechtsinstitution gedacht, die man braucht, um Veranstaltungen zu koordinieren und durchzuführen.«

Dieser geht auf eine Initiative der Ehepaare Marita und Egon Schäffer und Gabriele und Andreas Torkler zurück, die 2001 die Idee hatten, auf dem Dorfplatz einen Weihnachtsbaum aufzustellen, um den Sunderanern eine Gesprächsplattform zu bieten. »Es gab zu diesem Zeitpunkt nämlich außer der AWO, dem SV Sundern und dem Tennisverein keine Vereine mehr«, erinnert sich Torkler.

Maibaum-Aktion und Weihnachtsmarkt

»Die Resonanz war so gut, dass wir im Jahr darauf auch einen Maibaum errichteten«, erzählt Schäffer. Dieser wurde bis 2011 jährlich aufgestellt, danach übernahm die AWO diese Tradition, da der Pro Sundern die Helfer fehlten, um zwei Feste im Jahr zu stemmen. »Um die Kaufmannschaft stärker einzubinden, zogen wir mit dem Weihnachtsmarkt dann 2011 ans Einkaufszentrum«, blickt Spanhofer zurück.

»Den Verein haben wir 2005 gegründet, damit wir eine bessere Möglichkeit hatten, Unterstützter für unsere Idee zu bekommen, die Menschen wieder zusammenzubringen.« Die Einnahmen der Feste werden an die Grundschule, die Kita und die Jugendabteilung des CVJM verteilt. Von 2006 bis 2018 waren das insgesamt 6500 Euro.

20 Anlaufstellen für Kinder

Zu den weiteren Initiativen des Vereins gehört die Einrichtung von 20 Anlaufstellen für Kinder, die sich bedrängt fühlen und Hilfe suchen, die so genannten Kindernotinseln, im Jahre 2009. Seit 2010 organisiert die Pro Sundern zudem jeden Dienstag einen Mittagstisch für alle im Treffpunkt. Auch hier ist die Arbeit gegen die Vereinsamung und für die Gemeinsamkeit im Dorf wieder das Ziel. Bereits seit 2002 gibt es die erfolgreiche Reihe der Erzählcafés, bei der Menschen ihre Geschichten teilen.

Beim Stammtisch sollen weitere Ideen gesammelt werden, wie man die Menschen in Sundern besser vernetzen und miteinander ins Gespräch bringen könnte. Besonders auch die zahlreichen jungen Familien, die neu zugezogenen sind, möchte der Vorstand ansprechen.

Veranstaltungen auf einer App bündeln

»Darin hat uns auch die Dorfwerkstatt bestärkt, bei der unter anderem eine App angeregt wurde, auf der alle Veranstaltungen im Dorf gebündelt werden«, sagt Spanhofer. Er hat auch schon eine Idee für die Zukunft: »Um auch ältere Menschen an die elektronischen Medien heranzuführen und sie an unserem Netz teilhaben zu lassen, fände ich ein Tablet-Café sehr sinnvoll.«

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