Do., 16.05.2019

Letzte Hilfe: Kurse informieren über Sterbebegleitung Angst vor dem Tod nehmen

Die Kursleiter Thomas Schweble (vorne) und Sandra Saliger hoffen auf rege Beteiligung in den Letzte-Hilfe-Kursen. Zu den Organisatoren gehören auch Günther Niermann (hinten von links) Manuela Schock und Traugott Pfaff.

Die Kursleiter Thomas Schweble (vorne) und Sandra Saliger hoffen auf rege Beteiligung in den Letzte-Hilfe-Kursen. Zu den Organisatoren gehören auch Günther Niermann (hinten von links) Manuela Schock und Traugott Pfaff. Foto: Christina Bode

Von Christina Bode

Enger(WB). Das Lebensende und das Thema Sterben sind häufig mit Ängsten verbunden. Diese möchten Mitarbeiter des Hauses Stephanus und des Generationentreffs Enger ihren Mitmenschen nehmen. Dazu bieten sie jetzt Kurse in »Letzter Hilfe« an.

»Wir möchten dieses Tabuthema wieder in die Familien bringen«, sagt Manuela Schock. Obwohl sich die meisten Menschen wünschen, zu Hause zu sterben, verbringe doch der größte Teil der Bevölkerung das Lebensende in Krankenhäusern und Pflegeheimen, weiß die Leiterin des Hauses Stephanus. In dem Basiskurs sollen Angehörige lernen, was sie für ihre Mitmenschen in der Zeit vor dem Tod tun können. »Wissen um Letzte Hilfe und Umsorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen muss – genau wie die erste Hilfe – zum Allgemeinwissen werden«, sagt Schock.

Basiswissen vermitteln

Die Kurse richten sich deshalb an alle Menschen, die sich über die Themen rund um das Sterben, Tod und Palliativversorgung informieren möchten. Die Referenten Thomas Schweble (Pflegedienstleiter), Sandra Saliger (Pflegefachkraft) und Susanne Nolte (Diplom-Pädagogin) – alle kommen aus dem Haus Stephanus – wollen Basiswissen vermitteln, Orientierung geben und einfache Handgriffe erklären.

Kurse auch in Hiddenhausen

Um noch mehr Menschen zu erreichen, bieten sie die Seminare nicht nur in Hiddenhausen, sondern jetzt auch im Generationentreff Enger an. Die Kurse, die jeweils von 16 bis 20 Uhr dauern, bestehen aus vier jeweils 45-minütigen Unterrichtseinheiten.

Vier Module

So wird unter dem Titel »Sterben als ein Teil des Lebens« erklärt, was mit dem Menschen und dem Körper in der letzten Lebensphase passiert.

Unter »Vorsorgen und entscheiden« erklären die Referenten Unterschiede zwischen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

»Leiden lindern« heißt das Modul, in dem erklärt wird, wie man Sterbende umsorgen kann und warum Menschen beispielsweise kurz vor dem Tod oftmals nicht mehr essen und trinken wollen.

Im vierten Modul »Abschied nehmen« werden die unterschiedlich möglichen Bestattungsformen in Deutschland erläutert sowie Hinweise zum Umgang mit der Trauer gegeben.

Hemmschwellen abbauen

Ein Kurs dieser Art hat im Haus Stephanus bereits stattgefunden. »Die Teilnehmer hatten die verschiedensten persönlichen Hintergründe. Es wurde viel von eigenen Erfahrungen berichtet und es entstand ein reger Austausch«, blickt Manuela Schock auf die Veranstaltung zurück. Dabei sei es kein Muss, seine persönliche Situation preiszugeben. Der Kurs solle vor allem Hemmschwellen abbauen und Fragen beantworten.

Die Termine

In diesem Jahr finden noch fünf Kurse in Enger und Hiddenhausen statt. Ab 2020 ist geplant, diesen Kurs regelmäßig einmal pro Quartal anzubieten. Haus Stephanus: 20. August und 5. November Generationentreff Enger: 11. Juni, 10. September, 10. DezemberDie Teilnehmerzahl ist jeweils auf zwölf Personen begrenzt. Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei. Es wird um eine Spende für Essen und Trinken gebeten. Anmeldungen werden telefonisch unter 05221/97630 angenommen.

 

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