Do., 16.05.2019

Anke Käller stellt in der Rathausgalerie Hiddenhausen aus Experimentelle Bilder mit 3D-Wirkung

Die Malerin Anke Käller aus Melle stellt bis zum 19. Juni ihre Arbeiten in der Hiddenhauser Rathausgalerie aus. Dieses Bild in Mischtechnik hat sie »Die blaue Grotte« genannt. Eine rote Brücke führt über das Wasser und unter den Stalaktiten her.

Die Malerin Anke Käller aus Melle stellt bis zum 19. Juni ihre Arbeiten in der Hiddenhauser Rathausgalerie aus. Dieses Bild in Mischtechnik hat sie »Die blaue Grotte« genannt. Eine rote Brücke führt über das Wasser und unter den Stalaktiten her.

Von Ruth Matthes

Hiddenhausen (WB). Holzkeile, Zweige, Stofffetzen, Pappe oder Blätter – kaum etwas, das Anke Käller nicht für ihre Bilder gebrauchen könnte. All diese Fundstücke findet der aufmerksame Betrachter auch in den Bildern, die sie im Rathaus in Lippinghausen zeigt.

Ihre Motive sind vorwiegend abstrakt, leben von feinsten Farbschattierungen und spannenden Materialmischungen. Doch sie erzählen durchaus eine Geschichte. Nur jedem eine andere. Und das ist ganz im Sinne der Künstlerin.

Diverse Materialien

Da ist zum Beispiel die Arbeit mit dem Titel »Chinesische Mauer«. »Ich war selbst vor Ort und habe meine Erinnerungen in dem Bild festgehalten. Es war ein kalter, diesiger Tag«, erzählt die 54-Jährige. Diese Stimmung vermittelt Käller mit den kühlen Farben ihres Bildes. Durch die Mitte zieht sich eine Mauer aus Zweigstücken, die Christian Grube vom Kulturamt spontan an die Holzpalisaden erinnerte, die einst die Römerlager begrenzten. Käller freut sich über diese Interpretation: »Es ist schön, wenn jeder etwas anderes darin sieht.«

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Spenge, die in Melle ein Atelier für Begleitetes Malen hat, malt seit ihrem 18. Lebensjahr und hat zahlreiche Kurse in verschiedensten Techniken besucht. Darunter auch Kalligraphie. Daher verarbeitet sie in ihren Bildern nicht nur diverse Materialien, sondern akzentuiert die fein abgestuften Flächen auch mit Schriftzeichen. Teils sind sie nur ein strukturierendes Element, teils weisen sie den Betrachter in eine Richtung.

Malen am Boden

»Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar« aus dem »Kleinen Prinzen« steht zum Beispiel auf einem Bild, das von einem alten Backblech dominiert wird: Der Blick hinter die rostige Oberfläche könnte sich lohnen.

Wenn Anke Käller malt, dann steht die Leinwand nicht auf der Staffelei, sondern liegt auf dem Boden. Dies ermöglicht es der Künstlerin, Farben, Lasuren, Sand, Marmormehl und andere Materialien ganz anders zu bearbeiten und sich entwickeln zu lassen. Sie kann Schicht um Schicht auftragen, ohne dass alles in eine Richtung fließt. So entstehen Bilder, die auch im Dreidimensionalen ihre Wirkung entfalten.

Die Ausstellung ist bis 19. Juni zu sehen. Zur Eröffnung spricht am Freitag, 17. Mai, um 19 Uhr, Maler Theo Schaefer. Das Trio Sorellina musiziert.

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