Mordkommission »Eilshausen« ermittelt – Spurensicherung an der Bünder Straße
Deutsch-Libanese tot aufgefunden

Hiddenhausen (WB). »So etwas mitten im Ort!« Die alte Dame kann es nicht fassen. In ihrer Nachbarschaft, auf der Bünder Straße vor Hensels Backhaus in Eilshausen, ist am späten Donnerstag ein Mann (31) tot aufgefunden worden. Eine Mordkommission ermittelt.

Freitag, 31.05.2019, 06:09 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 17:39 Uhr
Die Polizei ist mit einem Spürhund am Fundort der Leiche im Einsatz. Foto: Christian Müller
Die Polizei ist mit einem Spürhund am Fundort der Leiche im Einsatz. Foto: Christian Müller

Leichenfund in Hiddenhausen

1/25
  • Foto: Christian Müller
  • Foto: Christian Müller
  • Foto: Christian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian Müller
  • Foto: Christian Müller
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Christian MüllerChristian Müller
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes
  • Foto: Ruth Matthes

Wie die Polizei Bielefeld am Freitag mitteilte, handelt es sich um einen Deutsch-Libanesen aus Herford. Ein Passant hatte den stark Verletzten gegen 23.10 Uhr entdeckt und die Kreisfeuerwehrzentrale verständigt. Der Mann lag am Fahrbahnrand der Bünder Straße, kurz vor der Kreuzung mit der Löhner Straße. Der herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen.

Da die Art der Verletzungen auf ein Tötungsdelikt hinwies, wurde beim Polizeipräsidium Bielefeld mit Unterstützung der Polizei Herford die 15-köpfige Mordkommission »Eilshausen« eingerichtet, die von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz geleitet wird. Die Polizei sperrte sofort die Bünder Straße, um ungehindert Spuren sichern zu können. Erst am Freitag gegen 7.30 Uhr wurde die stark befahrene Verbindungsstraße zwischen der Autobahn 30 und Herford wieder für den Verkehr freigegeben. Zwei Kreidemarkierungen und Blutspuren erinnerten noch am Morgen an die schrecklichen Geschehnisse der Nacht. Am Vormittag wurde der Leichnam des Herforders obduziert.

In Hensels Backhaus war das mutmaßliche Tötungsdelikt das Gesprächsthema. Aufmerksam beobachteten die Gäste, wie gegen 11 Uhr zwei Mitglieder der Mordkommission mit Blaulicht auf dem Zivilauto vorfuhren und gemeinsam mit einem Spürhund und dessen Hundeführer nochmals auf Spurensuche gingen. Der belgische Schäferhund schlug am Leichenfundort am Straßenrand an und durchsuchte dann mit seinem Hundeführer die Büsche in den angrenzenden Vorgärten an der Löhner Straße Richtung Hiddenhausen nach weiteren Spuren.

Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauerten am Freitagabend noch an. Die Pressestelle der Polizei Bielefeld verwies lediglich darauf, dass das Tötungsdelikt nach bisherigen Erkenntnissen in keinem Zusammenhang mit den Vatertagsfeierlichkeiten gestanden habe. Angaben zu dem Tathergang könne sie derzeit noch nicht machen.

Unbeantwortet blieb auch die Frage, ob das Opfer Schuss- oder Stichverletzungen aufwies und ob die Polizei eine Tatwaffe gefunden hat. Unbestätigten Informationen zu Folge wies der Mann Schnittverletzungen auf. Ob das vermutete Tötungsdelikt in einem Zusammenhang mit Clan-Kriminalität stehen könnte, sei ebenfalls »Gegenstand der Ermittlungen«, sagte Polizeisprecherin Sarah Siedschlag auf Nachfrage.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6652953?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F
Es bleibt bei lebenslang
Lachend heben Jörg W. (rechts) und Kevin R. ein Grab für ihre Opfer aus und fotografieren sich dabei. Polizisten fanden die Bilder auf Handys. Foto:
Nachrichten-Ticker