Mi., 12.06.2019

Pkw ist von Bedeutung, aber seit der Tat unauffindbar Mord an Raschad A.: Ermittler suchen blauen Mercedes

Raschad A. wurde im Libanon beigesetzt

Raschad A. wurde im Libanon beigesetzt Foto: Althoff

Bielefeld (WB). Im Fall des ermordeten Deutsch-Libanesen Raschad A. in Hiddenhausen (Kreis Herford) haben die beiden Tatverdächtigen eine Beteiligung abgestritten, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Die Ermittler der Mordkommission »Eilshausen« suchen derweil nach einem blauen Mercedes A-Klasse. Mit Video.

Die beiden in Untersuchungshaft genommenen Tatverdächtigen streiten eine Tatbeteiligung ab. Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte eine vorangegangene körperliche Auseinandersetzung mit dem späteren Opfer am Tag zuvor Hintergrund für die Tat am 30. Mai gewesen sein.

Blauer Mercedes A-Klasse seit der Tat unauffindbar

Nach ersten Zeugenangaben soll sich am Tatabend ein mit vermutlich mehreren Personen besetzter dunkler PKW mit Herforder Kennzeichen auffällig schnell vom Tatort entfernt haben. Im Rahmen der Ermittlungen ist auch ein von einem der Tatverdächtigen im Tatzeitraum genutzter blauer Pkw des Typs Mercedes A-Klasse (Baujahr 2001) von Bedeutung. Dieser ist seit dem Tatgeschehen unauffindbar.

Frau, die erste Hilfe leistete, soll sich bei der Polizei melden

Zeugen, die Beobachtungen zum Tatgeschehen selbst oder zu dem in der Tatnacht gesichteten dunklen PKW gemacht haben oder Hinweise zu dem gesuchten blauen Mercedes geben können, sollen sich bei der Mordkommission »Eilshausen«, unter Telefon 05221/8880 melden. Die Polizei bittet ebenfalls dringend darum, dass sich eine weibliche Person, die in der Tatnacht Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Opfer leistete, bei der Mordkommission meldet.

Per Telefonat aus der Wohnung gelockt

Rückblende: Raschad A. (31) war am 30. Mai abends mit einem Telefonat aus seiner Wohnung gelockt und dann auf offener Straße getötet worden – angeblich hinterrücks mit mehreren Messerstichen. Zwei Tage später wurde Haftbefehl gegen einen jesidischen Kurden mit türkischer Staatsbürgerschaft erlassen. Raschad A., der im Süden Libanons beerdigt worden ist, soll ihm Tage vor dem Mord im Streit um Geld ein blaues Auge geschlagen und ihm angeblich die Nase gebrochen haben. Raschad A. soll dem Türken etwa 1200 Euro geschuldet haben.

Kurz danach ergab sich ein Tatverdacht gegen einen weiteren Mann, einen 32 Jahre alten Deutsch-Türken aus Herford. Er soll derjenige gewesen sein, der das Opfer am Tatabend mit einem Telefongespräch aus der Wohnung gelockt haben soll.

Trauerfeier im Süden Libanons

In Hula im Süden Libanons wurde Raschad A., der in Bünde zur Welt kam, beerdigt. Hier ein Video von der Trauerfeier, an der nach Angaben der Familie etwa 2000 Leute teilgenommen haben.

 

 

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