Di., 23.07.2019

Entwickler in der Spritzguss-Branche feiert Jubiläum 50 Jahre Firma Krallmann

120 Mitarbeiter haben jetzt das 50-jährige Bestehen des Spritzguss-Experten Krallmann gefeiert.

120 Mitarbeiter haben jetzt das 50-jährige Bestehen des Spritzguss-Experten Krallmann gefeiert.

Hiddenhausen (WB/rkl). 1969 legten Rainer, Heinz und Werner Krallmann in Lippinghausen den Grundstein für ein erfolgreiches Familienunternehmen. Jetzt feierten die 120 Mitarbeiter das 50-jährige Bestehen des Spritzguss-Experten.

»Der Wille und die Bereitschaft, sich stetig weiterzuentwickeln und den Markt durch innovative Ideen selbst zu gestalten, bildeten das Grundgerüst für den jahrzehntelangen Erfolg«, erklärte die Geschäftsführung. 2016 wurde das Unternehmen als Top-Innovator für die Entwicklung eines Verfahrens für Integriertes Metall- und Kunststoffspritzgießen ausgezeichnet, das den Kunststoff-Innovationspreis 2016 gewann.

»Nach dem Ausscheiden des letzten Gründungsmitglieds 2017 fand die Krallmann GmbH in der Heinze-Gruppe mit Sitz in Herford als strategischem Investor den idealen Partner, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen und weiter Erfolgsgeschichte zu schreiben«, sagte Jörg Tilmes, Geschäftsführer der Heinze-Gruppe.

Vier Brüder gründen ein Unternehmen

Tilmes fasste die wichtigsten Stationen zusammen. »Der Weg vom vier Brüder starken Familienbetrieb zum 120 Mitarbeiter zählenden Unternehmen war vom unbedingten Willen geprägt, immer das bestmögliche Produkt zu liefern.« Dies habe insbesondere dann gegolten, wenn das Portfolio erweitert wurde.

»Begonnen hat das Ganze im Mai 1969, als ich mit meinen Brüdern Heinz und Werner den Werkzeugbau aus der Taufe gehoben habe«, erinnert sich Rainer Krallmann. »Mein kleiner Bruder Hartwig kam erst später dazu, weil er noch nicht volljährig war.«

Die ersten erfolgreichen Jahre mit der Herstellung von Präzisionswerkzeugen machten 1972 die Umwandlung in die Gebrüder Krallmann GmbH & Co. KG notwendig. Zwei Jahre später siedelte das Unternehmen aus Platzgründen an den jetzigen Standort um.

Überproportionales Wachstum

Das Know-how der ersten zehn Jahre im Bereich des Kunststoffspritzgießens sollte ebenfalls gewinnbringend eingesetzt werden, so dass 1979 die Gründung der Krallmann Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG zur Herstellung technischer Spritzgussteile der nächste logische Schritt war. Die Entwicklung des ersten Spritzgusswerkzeugs für Compact Discs führte zu einem überproportionalen Wachstum.

Ab 1990 gab es eine umfangreiche Ausweitung des Portfolios, um unter anderem die eigene Fertigungstiefe zu erhöhen. Mit der Mitbegründung der KKD Feinwerkstatt GmbH und der KDS Radeberger Präzisionsformen und -werkzeugbau GmbH sowie der Akquise der Stepa-Plasttechnik GmbH 1990 verfolgte Krallmann eine klare Expansionsstrategie. Die Ergänzung wurde 1991 mit der Gründung der Kunststoff-Recycling-Service GmbH vorläufig abgeschlossen. »Bei der Akquisition und allen Neugründungen haben wir uns daran orientiert, zukünftige Trends vorherzusehen und eingefahrene Denkmuster in Frage zu stellen«, resümiert Krallmann.

Firmen übernommen

Auf den Erwerb von 50 Prozent der Anteile der Tooltec Werkzeugbau und Kunststofftechnik GmbH 2001 folgte neuerliches Wachstum. Dieses wurde von 2005 bis 2009 mit der Übernahme von Tooltec, der Beteiligung an der tschechischen Spritzgießerei FRK Technik, dem Erwerb der Interbros GmbH sowie der Gründung der Krallmann Pilotwerkzeugbau GmbH fortgesetzt.

Es folgte eine Phase der Konsolidierung, in der interne Abläufe für eine höhere Wertschöpfung optimiert wurden. Des Weiteren wurde das Know-how genutzt, um speziell in der Kunststoffverarbeitung ein eigenes Produktprogramm zu etablieren. In der Folge etablierte die Krallmann Gruppe eine nachhaltige 3-Säulen-Strategie mit den Eckpfeilern Werkzeugbau, Anlauffabrik und Innovation. Mit der Übernahme der Krallmann Unternehmen durch die Heinze Gruppe wurden weitere Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Ziel war, das neue Mitglied als »Innovationsschmiede« innerhalb der Gruppe zu etablieren.

Lebensmittel- und Medizintechnik

Durch die entstandenen Synergien wurden neue Projekte aus den Bereichen Lebensmittel- und Medizintechnik. »Speziell in der Lebensmittelbranche sehen wir großes Entwicklungspotenzial«, sagte Tilmes.

»Mit diesen technologischen Entwicklungen, die wir unter dem Schlagwort Smart Food Solutions weiter vorantreiben, sowie unserer Position als Marktführer in den Bereichen des Integrierte Metall-/Kunststoff-Spritzgießens IMKS und des Partikelschaum-Verbundspritzgießens PVSG können wir erfolgreich in die nächsten 50 Jahre starten.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6798421?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514616%2F