Do., 05.09.2019

Rathausgalerie zeigt Arbeiten des Herforder Künstlerehepaars und seines Sohnes Familie Rasper in Ausstellung vereint

Christian Grube vom Kulturamt der Gemeinde Hiddenhausen mit einer Collage von Friedrich Rasper neben einem Aquarell von dessen Frau Gerda. In der Rathausgalerie sind unter dem Titel »3 x Rasper« außerdem Werke von Sohn Ulrich Rasper zu sehen.

Christian Grube vom Kulturamt der Gemeinde Hiddenhausen mit einer Collage von Friedrich Rasper neben einem Aquarell von dessen Frau Gerda. In der Rathausgalerie sind unter dem Titel »3 x Rasper« außerdem Werke von Sohn Ulrich Rasper zu sehen. Foto: Ruth Matthes

Von Stefan Wolff

Hiddenhausen (WB). Rasper im Dreierpack erleben die Besucher der Rathausgalerie in Lippinghausen in den kommenden Wochen. Bis 25. Oktober sind dort Bilder des Herforder Künstlerehepaars Gerda und Friedrich Rasper und seines Sohnes Ulrich zu sehen. Die Eröffnung von »3 x Rasper« ist am Freitag, 6. September.

»Er hat viel ausprobiert«, sagt Ulrich Rasper über das künstlerische Schaffen seines 2008 verstorbenen Vaters Friedrich, »in der Malerei, aber auch in der Arbeit mit Objekten.« Die Fotografie hatte es ihm ebenfalls angetan. Die Galerie im Rathaus zeigt eine Auswahl seiner Collagen, Zeichnungen und Aquarelle.

Collagen und Aquarelle

Am bekanntesten sind Raspers Collagen, in denen er zum Beispiel Fotos von Fundstücken miteinander kombiniert. So entsteht bei ihm aus zwei verwitterten Holzbretter und einer Schnecke eine Landschaft. Der Farbkopierer war in seiner Arbeit ein ebenso wichtiges Werkzeug wie Kamera, Stift oder Pinsel.

Die Kunst von Gerda Rasper ist gegenständlich und stimmungsvoll. Die bevorzugten Motive der 2016 verstorbenen Künstlerin sind Blumen und Häuser. Auch Landschaften zeigen ihre Bilder. »Die Freude über die Schönheit der vielen Dinge in der Natur, wie Blumen und Gräser, aber auch die Trauer über ihre Vergänglichkeit waren Anlass für meine ersten Bilder«, sagte sie einst. Wie ihr Mann, den sie an der Werkkunstschule Bielefeld kennengelernt hatte, unterrichtete sie Kunst am Friedrichs-Gymnasium Herford.

Von Eltern inspiriert

Ulrich Rasper (64) fand über seine Eltern zur Kunst, ging dann aber seine eigenen Wege. Anregungen für seine Collagen findet er in den Schlagzeilen der Zeitungen und in der Werbung oder in seinen eigenen Lebensbedingungen, die oft Arbeitslosigkeit und finanzielle Nöte prägten.

Ulrich Rasper mit eigenen Collagen und einem Objekt seines Vaters. Foto: Stefan Wolff

Lust auf die Kunst machte ihm ein Plakat, das er etwa um 1989 für das Kakadu in Herford entwarf. »Da kam in mir der Wunsch auf, Farbcollagen herzustellen. Dabei bot der Farbkopierer mir die Möglichkeit, die Farbgebung zu verfälschen und zu übertreiben, aber auch zu reduzieren.« In den vergangenen Jahren ließ ihm seine familiäre Situation wenig Zeit für die Kunst, nur eine Collage in der Ausstellung ist jüngeren Datums.

Eröffnung mit Musik

Jetzt möchte Ulrich Rasper wieder künstlerisch tätig werden, sofern er sich nicht für seine zweite Leidenschaft, die Musik, entscheidet. Die Eröffnung der Ausstellung wird er auf der Gitarre und gemeinsam mit einem Freund seines Vaters, dem Künstler Bruno Krenz (Mundharmonika), begleiten. Ein weiterer Wegbegleiter der Familie Rasper, der Künstler Theo Schäfer, wird die Besucher der Ausstellungseröffnung ab 19 Uhr in die Kunst von Gerda, Friedrich und Ulrich Rasper einführen.

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